Zum Auftakt soll ein Heimsieg her

+++ 1. Spieltag - Die Vorschau +++

Niklas Schäuffele (links) und der VfL wollen mit einem Heimsieg in die Saison starten.

VfL Nagold - SC 04 Tuttlingen (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Nachdem die ersten drei Runden im WFV-Pokal erfolgreich bestritten wurden, wird es am Samstag für den VfL Nagold auch in der Landesliga wieder ernst: Am ersten Spieltag ist der SC 04 Tuttlingen zu Gast – ein Gegner der von den Nagoldern keinesfalls unterschätzt werden darf, auch wenn man als Favorit ins erste Saisonspiel geht. Geht es nach dem Landesliga Meister der Saison 2017/2018, soll die Siegesserie der vergangenen Spiele  fortgesetzt und die gute Stimmung ins erste Punktspiel mitgenommen werden.

TV Öffingen wartet im Pokal-Achtelfinale

„Am Samstag hatten wir anfangs große Probleme ins Spiel zu kommen und waren nicht aktiv genug!“, lautete das Fazit von Interims-Chefcoach Raphael Schaschko nach dem 3:1-Pokalsieg bei den Young Boys Reutlingen. Gegen einen tiefstehenden Gegner konnten sich die Nagolder im ersten Durchgang kaum Chancen erspielen und gerieten gegen stark aufspielende Gäste nicht unverdient in Rückstand. Als der VfL in der zweiten Hälfte aktiver wurde und sein Spieltempo erhöhte klappte es auch in der Offensive: Am Ende standen ein verdienter 3:1-Erfolg und der damit verbundene Achtelfinaleinzug im WFV-Pokal. Dort ist man am Mittwoch, den 11. August zu Gast beim Landesligisten TV Öffingen und würde mit einem weiteren Erfolg nur zu gerne ins Viertelfinale einziehen.

VfL will an zweite Hälfte aus dem Reutlingen Spiel anknüpfen

Doch nun gilt die volle Konzentration erstmal dem Saisonstart. Raphael Schaschko, der gemeinsam mit Marco Quiskamp den im Urlaub weilenden Armin Redzepagic vertritt, erwartet ein ähnliches Spiel wie in Reutlingen: „Wir erwarten einen geordneten Gegner, der versucht, über Zweikämpfe ins Spiel zu kommen. Unsere Aufgabe wird es deshalb sein, früher aktiv gegen den Ball zu arbeiten und diesen schneller durch die eigenen –reihen laufen zu lassen!“, macht der Ex-Profi nochmals deutlich, woran es am Samstag beim Pokalspiel im ersten Durchgang gefehlt hat. „Wir sind eine heimstarke Mannschaft und wollen das erste Spiel der Saison natürlich gewinnen!“. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung und den bisherigen Pokalspielen gezeigt, was sie kann.“, blickt auch sein Trainerkollege Marco Quiskamp optimistisch in Richtung erstes Heimspiel.

Schaschko: „Wollen den Spirit aus dem Pokal mitnehmen“

In der Tat: Die bisherigen Leistungen haben gezeigt, dass man trotz den Abgängen einiger Führungsspieler auch gegen höherklassige Mannschaften mithalten kann. War man gegen Pfullingen eigentlich fast über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, zeigte man in den Partien gegen Rutesheim und Reutlingen nicht nur spielerisches Können sondern auch Kämpferherz – und das mit Erfolg. Diesen „Spirit“, wie es Raphael Schaschko beschreibt, gilt es nun auch am Samstag auf den Platz zu bringen. „Wir haben ein ordentliche bis gute Vorbereitung gespielt und starten nun mit voller vorfreude in die Saison! Wir haben einen breiten Kader, sodass wir auch bei Ausfällen sofort reagieren können!“, so der sportliche Leite r des VfL weiter.

Kommt Torhüter Marques zum Pflichtspiel-Debüt? / Fragezeichen hinter Max Oliveira

Apropos Kader: Was den Saisonstart angeht, darf man gespannt sein, wer von Beginn an auflaufen darf. Torhüter Joel Mogler ist noch bis Sonntag im Urlaub, in selbigem befindet sich auch Mittelfeldspieler Johannes Fleischle, ebenso Teamkollege Luka Kravoscanec. Sollte Stammtorhüter Bubacarr Sanyang aufgrund seiner Oberschenkelverletzung für Samstag nicht fit werden, käme Matthias Marques zu seinem Debüt im Landesliga-Team. In der Innenverteidigung steht ein Fragezeichen hinter dem brasilianischen Neuzugang Max Oliveira, der in Reutlingen mit Leistenproblemen vom Feld musste. Seinen Part würden bei einem Ausfall entweder Marco Quiskamp oder Lysander Skoda übernehmen. Für Johannes Fleischle im Mittelfeld kämen ebenfalls Skoda oder Quiskamp in Frage. Abzuwarten bleibt auch, ob Neuzugang Kai Sieb als zweite Spitze agiert, er könnte mit seiner Schnelligkeit die Tuttlinger Abwehr durcheinanderwirbeln. Denkbar wäre auch ein System mit zwei Spitzen, um den Gegner früher unter Druck zu setzen.

Tuttlingen will „sich teuer verkaufen“

Beim Gast aus Tuttlingen rechnet man sich nur geringe Chancen auf was Zählbares aus. Das Team von Andreas Keller absolvierte einen sehr ordentlichen ersten Teil der Vorbereitung, der zweite Teil verläuft urlaubsbedingt sehr durchwachsen. SC-Coach Keller erwarte in Nagold eine schwere Aufgabe: „Nagold zählt für mich zu den Meisterschaftsfavoriten. Wir wollen uns aber so gut wie möglich aus der Affäre ziehen – auch unter dem Aspekt, das wir einen sehr kleinen Kader zur Verfügung haben!“

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