Zehn katastrophale Minuten in Wangen

+++ Die Nachlese zum 12. Spieltag +++

Luka Silic und der VfL Nagold hatten in Wangen nicht viel zu melden.

FC Wangen - VfL Nagold 3:2 (0:0)

Tore: 1:0 (49.) Steffen Friedrich, 2:0, 3:0 (75./82) Okan Housein, 3:1 (89.) Berk Özhan, 3:2 (90.+ 2.) Christoph Ormos

Von Albert M. Kraushaar, Schwarzwälder Bote

Nach der Niederlage beim FC Wangen ist der VfL Nagold endgültig im Abstiegskampf der Verbandsliga angekommen. "Wir müssen jetzt schnell eine andere Platte auflegen", fordert Trainer Armin Redzepagic.

Für die Nagolder ist das 2:3 in Wangen die vierte Verbandsliga-Niederlage der Saison. Der Aufsteiger hatte es nicht geschafft, den Schwung aus der Partie gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen mitzunehmen. "Der FC Wangen war uns von Beginn an überlegen. Wir haben keinen guten Tag erwischt", sagte Trainer Armin Redzepagic. Er hatte auch den Unterschied ausgemacht: "Wangen ist im Abstiegskampf angekommen, wir noch nicht."

Der Nagolder Coach, der mit Fabian Mücke für Marc Bühler und Dominik Pedro für Burak Tastan in der Viererkette begonnen hatte, sah vom Anpfiff weg einen Gegner,

der aggressiv die Zweikämpfe annahm und die Nagolder regelrecht gejagt hatte. "Es ist nicht so, dass die übermächtig gewesen wären, aber wir sind einfach nicht in das Spiel reingekommen."

Dennoch ging es torlos in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn erzielte Steffen Friedrich mit einem Foulelfmeter das 1:0 für den FC Wangen. Vier Minuten später hatte Luka Kravoscanec die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, brachte das Spielgerät jedoch nicht im Netz unter. "Es war unsere einzige Chance, Wangen hatten noch zwei, drei

weitere. Der Ausgleich wäre unverdient gewesen", sagte Redzepagic etwas resigniert. "Wir waren siebzig Minuten schlecht, und dann zehn Minuten ganz schlecht." In diesem Zeitfenster schlug Okan Housein zweimal zum 0:3 zu (75./82.).

Kurz zuvor hatte Redzepagic noch versucht, mit zwei Doppelwechseln (Bühler für Mücke und Özhan für Rebmann in der 65. sowie Seil für Wolfer und Karsli für Brugger in der 70. Minute) das Blatt zu wenden. "Bei Brugger bestand die Gefahr auf Gelb-Rot und ich wollte nicht noch einen Ausfall riskieren", erklärte Redzepagic die Auswechslung. Und: "Ich hätte noch viel mehr vom Feld nehmen können."

Die neuen brachten zwar etwas frischen Wind, das Gefühl, dass das Spiel noch kippen könnte, hatte er jedoch nicht. Als der FC Wangen in der Schlussphase bei einer 3:0-Führung etwas nachließ, erzielten Berk Özhan (89.) und Christoph Ormos (90. +2.) noch zwei Tore zum 2:3-Endstand. "Mehr hätten wir auch nicht verdient gehabt."

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