Wochen der Wahrheit für den VfL Nagold

+++ Die Vorschau zum 13. Spieltag +++

Darf Armin Redzepagic am Samstag endlich mal wieder jubeln?

VfL Nagold - TSV Essingen (Samstag, 14:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Noch drei Partien, dann ist die Hinrunde der Verbandsliga Württemberg auch schon wieder vorbei. Für den VfL Nagold geht es nach der Niederlage in Wangen nun darum, bis zur Winterpause nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu rutschen und den Anschluss ans Mittelfeld zu halten. Der Gegner aus Essingen ist gerade bestens in Fahrt und möchte mit dem dritten Sieg in Folge weiter zur Spitzengruppe gehören. Der VfL muss also über sich hinauswachsen, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Schwacher Auftritt in Wangen

„Wir müssen schnell eine andere Platte auflegen!“, so das nüchterne Fazit von VfL-Coach Armin Redzepagic nach der 2:3-Niederlage beim FC Wangen am vergangenen Wochenende. Das Ergebnis hört sich zwar nicht so deutlich an, doch im Allgäu lief beim Aufsteiger nicht viel zusammen. Nach vorne fiel den Nagoldern nicht viel ein, erst in den letzten zehn Minuten wurde die Redzepagic-Elf stärker. Ganz anders der FC Wangen: Die Kicker aus dem Allgäu waren von Beginn an aggrressiv und jagten jedem verlorenen Ball hinterher. Ihre Überlegenheit münzte die Elf von Adrian Philipp im zweiten Durchgang in Tore um: Friedrich brachte sein Team per Elfmeter in Führung, Angreifer Okan Houssein machte per Doppelpack alles klar. Am Ende eine Niederlage, bei der sowohl die spielerische, aber auch die kämpferische Leistung nicht stimmte . „Wir waren 70 Minuten schlecht und 10 Minuten ganz schlecht!“, brachte es Redzepagic auf den Punkt.

Redzepagic erwartet „Reaktion“ von seiner Mannschaft

Und nun? Im Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Essingen erwartet Nagolds Coach eine „Reaktion“ seines Teams und hofft zugleich, dass das schlechteste Saisonspiel beim FC Wangen nur ein Ausrutscher war. „Das Ergebnis rückt in den Hintergrund, aber wir müssen am Samstag zeigen, dass wir den Abstiegskampf jetzt angenommen haben!“, so Co-Trainer Marco Quiskamp. Es wird vor allem darauf ankommen, dass die Nagolder den Essinger Angriff um Ex-Profi Stani Bergheim in Schach halten- eine Aufgabe die von Luka Silic & Co. Alles abverlangen wird.

Torhüter Müller fit, Özhan und Tastan angeschlagen

Was die Personalsituation angeht, gibt es in Nagold nicht wirklich was Neues:  Torhüter Matthias Müller ist wieder fit, ob er oder Bubacarr Sanyang zwischen den Pfosten steht, entscheidet sich am Donnerstag im Abschlusstraining. Berk Özhan und Burak Tastan sind angeschlagen, ein Einsatz ist ebenfalls offen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer waren die Einwechselspieler Karsli, Seil, Bühler und Özhan. Gut möglich, dass einer von ihnen am Samstag in der Startelf steht. Im defensiven Mittelfeld führt wohl nichts an Christoph Ormos und Marco Quiskamp vorbei. Wer im Angriff spielt, lies Redzepagic noch offen.

Essingen will Siegesserie ausbauen

Deutlich weniger Sorgen- aber auch andere Ziele hat der Gast aus Essingen. Nachdem es in der vergangenen Saison nur für Platz neun reichte, will man diese Saison definitiv weiter vorne mitspielen. Zuletzt gab es für die Mannschaft von Trainer Erdal Kalin zwei Siege in Folge, zuletzt einen 5:2-Heimerfolg gegen den FV Löchgau. Dort führte man bereits nach einer halben Stunde mit 3:0 und stellte schon früh die Weichen auf Sieg. Man fährt also als klarer Favorit nach Nagold, doch unterschätzen wird man den Aufsteiger keinesfalls.

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