„Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen“

Im Viertelfnale winkt das große Los

Die Formkurve zeigt nach oben: Marco Quiskamp (links) ist nach langer Verletzung auf dem Weg zur alten Form

TSV Pfedelbach - VfL Nagold (Donnerstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Drei Spiele, drei Siege und 8:1 Tore – so lautet die bisher makellose Pokal-Bilanz des VfL Nagold. Am Donnerstag steht nun das Achtelfinale auf dem Programm, wo man beim Landeligisten aus der Staffel 1, dem TSV Pfedelsbach zu Gast ist. Die Gastgeber belegen in der Liga mit einem Punkt den letzten Tabellenplatz, doch im Pokal hat man mit Siegen gegen die Oberligisten Hollenbach und Ilshofen aufhorchen lassen. Die Nagolder sollten also davor gewarnt sein, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Dennoch ist das Ziel des Verbandsliga-Absteigers klar: Der Einzug ins Viertelfinale!

Spielfreies Wochenende: Wie voll sind die Nagolder Akkus?

Heimsieg gegen Mühlheim, spielfreies Wochenende. Konnte der VfL Nagold die Akkus genug auftanken und genügend Selbstvertrauen aus dem Heimsieg gegen Mühlheim mitnehmen? Jedenfalls zeigte die Redzepagic-Elf im 4:1-Sieg gegen das Team von der Donau eine Leistungssteigerung im Vergleich zu den Partien in Zimmern und Gärtringen. Es ging wieder mehr in der Offensive und die Torchancen wurden effektiv genutzt, zudem fielen die Tore zum richtigen Zeitpunkt.

Redzepagic erwartet kampfbetontes Spiel

An diese Leistung will man nun auch gegen den TSV Pfedelbach anknüpfen. Auch wenn man auf dem Papier sicherlich der Favorit ist, will Nagolds Trainer Armin Redzepagic davon nichts wissen: „Pfedelbach ist zwar Tabellenletzter, aber das heißt im Pokal gar nichts!“. Beide Teams wollen weiterkommen, da in der nächsten Runde nicht nur ein Antrittsgeld sondern höchstwahrscheinlich auch ein großer Gegner winkt!“, geht der 41-jährige nicht von einem Selbstläufer aus und ergänzt: „Zu was Ilshofen im Pokal fähig ist haben sie schon mit den Siegen gegen die Oberligisten Ilshofen und Hollenbach gezeigt. Wir müssen den Kampf annehmen, zudem haben die das fünfte Heimspiel im Pokal und wollen ihre Fans sicherlich auch gegen uns begeistern!“

Lazarett lichtet sich, Redzepagic kann fast aus dem Vollen schöpfen

Was die Personalsituation für das Pokalmatch angeht, sieht es bei den Nagoldern so gut aus wie seit Wochen nicht. David Weinhardt, Valentin Asch, Marco Quiskamp und Chris Wolfer sind alle wieder an Bord, wobei Wolfer nach seinem Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel wohl zunächst noch auf der Bank sitzen wird. Luka Kravoscanec kann –dank Feiertag- ebenfalls mitmischen, was dem Nagolder Offensivspiel sicher gut tun wird. Dennoch freut sich auch Co-Trainer Pascal Reinhardt über mehr Alternativen: „Endlich haben wir mal wieder eine gute Basis an Spielern! Zwar sind ein paar Spieler noch nicht ganz bei 100%, aber das wird sich in den nächsten zwei, drei Wochen ändern!“, so der 26-jährige, der dann noch der einzige auf der Nagolder Verletztenliste ist. Doch wenn schickt Redzepagic am Donnerstag ins Rennen? Im Tor dürfte nach Stand der Dinge Bubacarr Sanyang stehen, wobei auch Matthias Müller zuletzt tolle Leistungen zeigte – ein Luxusproblem auf der Torhüterposition also. Valentin Asch könnte neben Nicolai Brugger in der Innenverteidigung spielen, auf der linken Außenverteidigerposition dürfte kein Weg an Burak Tastan vorbeiführen. Rechts dürfte es einen „Zweikampf“ zwischen Perparim Halimi und Dominik Pedro geben, wobei Pedro auch die offensive Position spielen  kann. Im zentralen Mittelfeld hat Redzepagic mit Quiskamp, Schäuffele, Heinrich Vegelin und Lysander Skoda die Qual der Wahl. Und auch im Offensivbereich gibt es jetzt wieder mehrere Optionen: Luka Kravoscanec kann sowohl im Zentrum als auch auf dem Flügel spielen, bei zweiter Option wäre dann unter anderem Youngster Daniel Leding eine Option für die vorderste Position. Fakt ist, dass man in Nagold nun endlich wieder variabler sein und auf Veränderungen in des Gegners Spiel besser reagieren kann. Schließlich kann ja auch eine gut besetzte Bank im Laufe der Partie noch Gold wert sein.

Pokalschreck Pfedelbach: Gelingt gegen Nagold die nächste Sensation?

Beim Gastgeber aus Pfedelbach würde man am liebsten nur noch im Pokal antreten. Das Team von Martin Wöhrle – das dritte Jahr in der Landesliga beheimatet – ziert mit nur einem Punkt das Tabellenende. „Nach dem ersten Spieltag sind einige Spieler in den Urlaub oder waren privat verhindert. Hinzu kam die Rot-Sperre eines wichtigen Spielers!“, so Wöhrle zum verkorksten Saisonstart. Doch im Pokal lies Pfedelbach, das 2 Kilometer südlich von Öhringen liegt, mächtig aufhorchen: Gleich in der ersten Runde kickte man den Oberligisten FSV Hollenbach aus dem Wettbewerb, in Runde drei schaffte man mit dem Sieg gegen den TSV Ilshofen die nächste Sensation. Und nun freut man sich auf Nagold: „Wir freuen uns auf das fünfte Heimspiel hintereinander und wollen natürlich auch Nagold die Stirn bieten!“, so Wöhrle, der aufgrund von Verletzungen auf ein paar Spieler verzichten muss.

   

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