„Wir wollen nochmal alles raushauen“

+++ Die Vorschau zum 12. Spieltag +++

Marc Feyerabend und die Nagolder U19 kommen immer besser in Schwung. Foto: Schwarzwälder Bote

VfL Nagold - FC Astoria Walldorf (Sonntag, 14 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Noch 90 Minuten sind zu absolvieren, dann geht es auch für die A-Junioren des VfL Nagold in die wohlverdiente Winterpause. Nach Startschwierigkeiten ist der VfL Nagold mittlerweile voll in der Liga angekommen und will das neu gewonnene Selbstvertrauen ins erste Rückrundenspiel mitnehmen. Gerner ist der FC Astoria Walldorf, bei dem man das Hinspiel zwar deutlich verlor, die Vorzeichen sind jedoch gut drei Monate später völlig andere, denn die Jungs von Marc Feyerabend sind nun deutlich gefestigter.

Nagold kommt in Schwung: 4:1-Heimsieg gegen Pforzheim  

„Kompliment an die Mannschaft, wie sie das Spiel gegen Pforzheim durchgezogen hat!“, lobte Feyerabend sein Team nach dem klaren 4:1-Heimsieg gegen den 1. CfR Pforzheim. Im Heimsoiel gegen den Tabellenletzten zeigte der Liga-Neuling rund 70 Minuten eine starke Leistung und ging früh durch Daniel Leding in Führung. Pforzheim kam erst nach gut 20 Minuten besser in die Partie, doch das Aufbäumen war nur von kurzer Dauer. Denn spätestens mit dem Doppelpack von Neuzugang Joshua Hall kurz vor der Pause war die Partie gelaufen. Nach 50 Minuten verkürzten die Gäste zwar auf 1:3, doch elf Minuten später erzielte Tobias Essig das 4:1 und machte damit den Deckel drauf, der zweite Saisonsieg war perfekt! Aufgrund der anderen Ergebnisse sind die Nagolder nach Ende der Hinrunde „über dem Strich“- der Lohn für die positive Entwicklung in den letzten Wochen.

Vorfreude aber auch Respekt vor Walldorf

Nun geht man im Nagolder Lager also mit einem sehr positiven Gefühl ins erste Rückrundenspiel, wenngleich beim Aufsteiger allen klar ist, dass der FC Astoria Walldorf ein „richtig dicker Brocken“ ist. „Walldorf ist in meinen Augen die spielerisch stärkste Mannschaft der Liga, wir müssen nochmal alles raushauen, um was Zählbares mitzunehmen!“, gibt Co-Trainer Steffen Mast schon mal die Marschrichtung vor.

Alle Mann an Bord

Was die personelle Situation angeht, sieht es bei den Nagoldern eigentlich schon die gesamte Saison über sehr gut aus. Bis auf Konrad Sautter, der an einer Überdehnung des Kreuzbandes leidet, sind alle Mann an Bord. Gut möglich, das Feyerabend ein, zwei Veränderungen vornehmen wird, doch der Stamm der Startelf um Torhüter Philipp Matz, Abwehrchef Lucas Perez und Kapitän Stephan Sautter dürfte sich nicht ändern. Auch die eingewechselten Spieler zeigten ansprechende Leistungen, sodass Marc Feyerabend insgesamt auf einen sehr ausgeglichenen Kader zurückgreifen kann.

Walldorf verliert Torfestival in Aalen und ist vor Nagold gewarnt

Beim FC Astoria Walldorf erlebte man am letzten Wochenende ein echtes Spektakel – am Ende zog man beim VfR Aalen mit 7:5 den Kürzeren: „Wir haben die erste Hälfte komplett verschlafen und haben jegliche Einstellung zum Spiel vermissen lassen. In der zweiten Hälfte haben wir taktisch umgestellt und gezeigt dass wir ein Spitzenteam sind. Wenn das Spiel noch 10 Minuten geht, holen wir womöglich noch einen Punkt. Am Ende geht die Niederlage aufgrund der ersten Hälfte aber  in Ordnung.“, kommentierte FCA-Coach Roberto Pinto die Niederlage. Auch wenn die Gäste als Favorit ins Spiel gehen, ist man in Walldorf vor dem VfL gewarnt: „Der VFL hat sich nach einem schlechten Start immer mehr durch knappe Ergebnisse in den Vordergrund gespielt. Gerade zuhause sehr unangenehm zu bespielen da Sie sehr strukturiert und diszipliniert ihren Plan verfolgen. Uns wird ein sehr schweres Spiel auf einem schwer zu bespielbaren Untergrund erwarten. Auch wenn Astoria zu den Titelkandidaten zählt, hat man in Walldorf primär ein anderes Ziel: Die Jugendspieler sollen weiterentwickelt werden und so „komplett“ wie möglich an den Aktiven-Bereich übergeben werden.

Es treffen also zwei Teams aufeinander, die ein ähnliches Jugendkonzept verfolgen. Doch beim VfL setzt man im letzten Heimspiel 2018 nicht nur auf die starke Jugend, sondern auch auf die eigenen Fans: „Ich würde mich freuen, wenn nochmal viele Fans kommen würden und die Mannschaft unterstützen!“, so Vorstandsmitglied Dominik Veitinger

 

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