Wiedergutmachung gelungen: Verdienter 2:1-Heimsieg gegen den SV Nehren

+++ Die Nachlese zum 8. Spieltag +++

Matthias Rebmann (beim Kopfball) und der VfL Nagold behielten gegen Nehren die Oberhand

VfL Nagold - SV Nehren 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Luka Kravoscanec (55.) 2:0 Dominik Pedro (72.) 2:1 Benjamin Plangger (88.)

Von Dominik Veitinger

Durchatmen beim Landesligisten VfL Nagold: Drei Tage nach dem schwachen Auftritt beim Landesligisten TSV Pfedelbach zeigte das Team von Trainer Armin Redzepagic im Heimspiel gegen Nehren über weite Strecken ein anderes Gesicht und konnte das Heimspiel gegen den SV Nehren verdient mit 2:1 für sich entscheiden. Luka Kravoscanec und Dominik Pedro erzielten die Tore.

Wiedergutmachung gelungen und zu Hause weiterhin ungeschlagen – der VfL Nagold hat einen 2:1-Vorsprung gegen den SV Nehren mit etwas Fortune über die Zeit gerettet. Im Vergleich zur Pokalniederlage in Pfedelbach nahm Trainer Redzepagic vier Veränderungen für die Mission „Heimsieg“  vor: Für Matthias Müller spielte Sanyang im Tor. Des Weiteren kamen David Weinhardt, Berk Özhan und Daniel Leding für die gesperrten Niklas Schäuffele und Nicolai Brugger sowie den privat verhinderten Marco Quiskamp neu in die Startelf. Leding spielte im 4-4-2-System neben Kapitän Kravoscanec im Angriff. Berk Özhan spielte als Rechtsverteidiger, David Weinhardt eine Position davor.  

Die Partie im Nagolder Stadion vor gut 100 Zuschauern begann für die Nagolder recht vielversprechend: Nach einem Ballgewinn auf der linken Seite zog Luka Kravoscanec in die Mitte, sein Schuss wurde abgefälscht und das Spielgerät landete bei David Weinhardt. Weinhardt bediente auf Höhe des Strafraums den rechts mitgelaufenen Berk Özhan, doch dessen Schuss war am Ende kein Problem für Gäste-Keeper Michael Geiger (4.) In der 6. Minute traute sich dann das erste Mal der Gast in Richtung Nagolder Gehäuse, doch nach schöner Seitenverlagerung war die Flanke von Marco Binder schlussendlich kein Problem für Nagolds Keeper Sanyang. Nehren stand in der Defensive dann recht stabil, Nagold kam meist nach Standards zu Torchancen. In der 16. Minute köpfte Matthias Rebmann eine Weinhardt-Ecke am kurzen Pfosten übers Tor, kurz zuvor setzte Weinhardt selbst einen Freistoß aus etwa 18 Metern aus halblinker Position übers Tor. Die erste dicke Chance bekamen die Zuschauer dann nach rund 25 Minuten zu sehen: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß setzte sich Burak Tastan auf der linken Seite durch und flankte in die Mitte, wo Lysander Skoda völlig frei zum Kopfball kam, doch er fand seinen Meister im toll reagierenden Gäste-Keeper.

Dann beruhigte sich die Partie etwas, ehe in der 29. Minute  Nehren einen Freistoß zugesprochen bekam, doch Benedikt Rammeiser zielte genau in die Arme von Bubacarr Sanyang. Quasi im Gegenzug führte Dominik Pedro einen Eckball kurz auf Berk Özhan aus, wiederum Pedro flankte den Ball dann nach innen, wo Skoda erneut am Höchsten stieg, den Ball jedoch am rechten Pfosten vorbeisetzte (30.) Zur zweiten gefährlichen Chance kam das Team von SVN-Coach Keppler, als Nagolds Valentin Asch eine Flanke von Dogukan Sarigülle direkt vor die Füße von Benjamin Schindler klärte, doch der Gäste-Kapitän setzte seinen Schuss übers Tor (33.). Vier Minuten vor dem Pausenpfiff hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, ein Gäste-Verteidiger war nach einer Flanke von Berk Özhan gerade noch vor Valentin Asch Stelle, der das Spielgerät sonst wohl ins Netz geköpft hätte. Die letzte Torchance vor der Pause hatten abermals die Gastgeber: Luka Kravoscanec hatte auf rechts zu viel Platz und steckte durch auf David Weinhardt, der den rausstürmenden Gäste-Keeper per Lupfer überwinden konnte, doch am langen Pfosten klärte ein Nehrener Spieler in höchster Not zur Ecke (43.) So ging es beim Stande von 0:0 in die Pause.

Der ersten Angriff aus Durchgang zwei gehörte den Gästen, doch nach Zuspiel von Christian Leutbecher setzte Marius Ulmer einen Schuss aus etwa 18 Metern übers Tor (48.). In der 55. Minute konnte Armin Redzepagic dann endlich den ersten Treffer seines Teams bejubeln: Ein langer Ball aus der Abwehr von Matthias Rebmann in Richtung Luka Kravoscanec landete bei Nehrens Innenverteidiger Robert Keller. Doch der Angreifer blieb hartnäckig,luchste selbigem den Ball ab und schob ohne Probleme zum 1:0 ein! Nur sechs Minuten später hätte Kravoscanec beinahe seinen zweiten Treffer nachgelegt, wäre da nicht die Latte im Weg gestanden. Burak Tastan spielte einen langen Ball auf den Torschützen, der aus halblinker Position auf den heranstürmenden Dominik Pedro rauslegte und von diesem den Ball im Rückraum wieder bekam – doch sein strammer Schuss landete am Gebälk.

Gut 25 Minuten vor dem Ende die nächste gute Kombination der Hausherren: Daniel Leding passte vom rechten Strafraumeck auf die andere Seite zu Dominik Pedro, der im Rückraum David Weinhardt bediente, doch dessen Schuss ging übers Tor. Erneut das Aluminium stand Elias Bürkle im Weg, als dieser sich mit einer tollen Bewegung in Richtung Strafraum tankte, seinen Schuss jedoch an den Pfosten setzte. (69.) Wie einfach Fußball sein kann, demonstrierte die Redzepagic-Elf in der 72. Minute: Abschlag Sanyang direkt auf Kravoscanec, der den Ball auf links zu Dominik Pedro weiterspielte. Pedros‘ Schuss vom linken Strafraumeck wurde abgefälscht und landete im Tor – 2:0! Dann drückte Nehren nochmmal aufs Gas, doch mehr als zwei Distanzschüsse sollten es nicht sein. Doch in der 87. Spielminute wurde es nochmal spannend, als Benjamin Plangger nach einem Eckball der Gäste im Rückraum völlig blank war und auf 1:2 verkürzte. Und in der Nachspielzeit musste der VfL Nagold nochmal kräftig zittern, als Raphael Nill eine Flanke von Benjamin Schindler völlig freistehend übers Tor köpfte.

Dann war Schluss, am Ende blieb es beim nicht unverdienten Heimsieg für die Nagolder, der heute zumindest phasenweise sein Können aufblitzen ließ aber einen schwachen Gegner in der Schlussphase wieder unnötig stark machte. Mit der Anzahl der Chancen und der spielerischen Überlegenheit wäre ein höherer Sieg drin gewesen, doch am Ende war dieser Sieg vor allem für die Moral wichtig.

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