Wiedergutmachung gelungen: Klarer 5:1-Erfolg gegen SSC Tübingen

+++ 10. Spieltag - Die Nachlese +++

Luka Kravoscanec sorgte für viel Betrieb auf den Außenbahnen.

VfL Nagold - SSC Tübingen 5:1 (2:0)

1:0 David Weinhardt (27.) 2:0/3:0 Chris Wolfer (41./46.) 4:0 Marsel Ciak (68.) 5:0 Carlos Konz (70.) 5:1 Moritz Gaupp (90.+2)

Von Dominik Veitinger

Dem VFL Nagold ist der erhoffte bei Befreiungsschlag gelungen! Das Team von Trainer Armin Redzepagic setzte sich am gestrigen Samstag nach zuletzt drei sieglosen Spielen gegen den SSC Tübingen verdient mit 5:1 durch. Ein Schritt in die richtige Richtung, doch von einer Galavorstellung war die Leistung noch ein Stück entfernt. Durch den Sieg sprang man vorübergehend auf Tabellenplatz 2.

„Ich erwarte eine Reaktion der Truppe!“, hatte Nagolds Trainer ein klares Signal an seine Mannschaft gesendet, nachdem man am vergangenen Wochenende eine 3: 0- Führung in Seedorf verspielte und am Ende nur ein Remis mitnahm. Dabei vertraute er genau der gleichen Startelf, dier in der ersten Hälfte beim SV Seedorf eine tolle Leistung ablieferte.

Wie erwartet standen die Gäste aus Tübingen tief und versuchten in einem 5-4-1 System die Räume eng  und den Nagoldern den Weg zum Tor so schwer wie möglich zu machen. Die Gastgeber hatten viel Ballbesitz, doch bis zur echten ersten Torchance dauerte es eine ganze Weile. Die erste Torannäherung der Partie hatten sogar die GästeN: ach einem Eckball, den die Nagolder nicht richtig klären konnten, kam Tübingens Nummer 14 zum Kopfball, setzte diesen aber weit links am Tor. vorbei (8.) Die erste. Möglichkeit der Nagolder hatte Walter Vegelin, doch der Angreifer kam nach Hereingabe von Burak Tastan einen Schritt zu spät. (10.)

Die Elf von Trainer Redzepagic versuchte, das Spiel breit anzulegen und über die außen durchzubrechen, um den Gegner auseinander zu ziehen. Das erste Mal richtig gefährlich vor Tübingens Tor wurde es nach gut einer Viertelstunde, als Kapitän Niklas Schäuffele einen Freistoß von halblinks gut platzierte und an Tübingens Torhüter scheiterte (17.) In Spielminute 19. schickte Luka Kravoscanec nach einem Ballgewinn Walter Vegelin über die linke Seite in Richtung Strafraum, doch der Angreifer traf den Ball nicht richtig, so dass dieser weit im Tor vorbei kullerte. In der 27. Minute war es endlich soweit: Eine Mittelfeldkombination über Niklas Schäuffele und Johannes Fleischle schloss der besser postierte David Weinhardt mit einem tollen Flachschuss aus zentraler Position ab und brachte die Nagolder so aus etwa 18 Metern Entfernung verdient in Führung.

Nur zwei Minuten später hätte es beinahe den nächsten Treffer für die Gastgeber gegeben: Luka Kravoscanec schickte Walter Vegelin über die linke Seite auf die Reise, doch der Angreifer scheiterte aus kurzer Distanz und aus spitzem Winkel an SSC-Keeper Julian Hornberger, der erneut zur Stelle war und einen höheren Rückstand verhinderte. Dann nahm sich die Partie eine gut zehnminütige Verschnaufpause, ehe die Nagolder nochmal aufs Tempo drückten: In der 41 Minute eroberte Johannes Fleischle im rechten Halbfeld den Ball und steckte durch auf Luka Kravoscanec, der von der Grundlinie aus flankte und den heranrauschenden Chris Wolfer fand, der miwuchtigent einem Flugkopfball auf 2:0 stellte. Die letzte Chance des ersten Durchgangs hatten ebenfalls die Gastgeber- nach einer Balleroberung von Johannes Fleischle flankte Nagolds Nummer 11 in den Rückraum, wo Walter Vegelin zum Abschluss kam, doch ein Tübinger konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen und verhinderte so das 0: 3 aus Sicht der Gäste. Somit ging es mit einer 2:0- Pausenführung für die Elf von Trainer Redzepagic in die Kabinen.

Direkt nach Wiederanpfiff machten die Gastgeber alles kla:. Nach Ballgewinn von Johannes Fleischle spielte dieser im Strafraum Walter Vegelin an. Der Angreifer stellte gut den Körper dazwischen und steckte aus zentraler Position auf den rechts durchstartenden Chris Wolfer durch, der vom rechten Strafraumeck per Flachschuss das 3: 0 erzielte. In der 55 Minute kam der Ball nach einem Nagolder Angriff über die linke Seite über Umwege zu Chris Wolfer, der vom rechten Strafraumeck aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte, auch der Nachschuss von Johannes Fleischle aus dem Rückraum ging übers Tor. Gut eine Stunde war im Nagolder Reinhold-Fleckenstein-Stadion gespielt, da hatte die Lysander Skoda das vierte Tor auf dem Kopf, doch nach einer Ecke von David Weinhardt wurde der Kopfball des Mittelfeldspielers Vvom SSC Tübingen gerade noch so auf der Linie geklärt (62.)

Gut 20 Minuten vor dem Ende drückten die Nagolder dann nochmal aufs Gaspedal: Nach einer Balleroberung von Niklas Schäuffele bediente er seinen Teamkollegen Walter Vegelin, der aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte. Nur wenige Zeigerumdrehungen später spielte Frederic Fleischle aus dem rechten halbfeld einen tollen, halbhohen Ball in Richtung Strafraum, wo die Gäste vergeblich auf Abseits spielten. So lam der eingewechselte Marsel Cicak völlig frei an den ball kam, sich einmal um die eigene Achse drehte und sicher per sattem Schuss zum 4:0 einnetzte. Nur eine Zeigerumdrehung später  hatte Cicak gar das 5:0 auf dem Fuß- nach toller Kombination über Burak Tasten und Tobias Essig flankte Essig in die Mitte, doch Cicak wurde bei seinem Kopfball im letzten Moment Ggestört, sodass der Ball .)neben das Tor ging. Doch nur wenige Sekunden später durften die Nagolder Fans dann das fünfte Tor bejubeln: Den anschließenden Eckball von  David Weinhardt köpfte Carlos Konz völlig freistehend ins Tor. (70.)

Die Nagolder waren klar überlegen, der Sieg war eingefahren, die Partie nahm sich nochmals eine kurze Verschnaufpause, ehe die Nagolder in den letzten fünf Minuten drei hochkarätige Chancen vergabe:. Erst vergab Walter Vegelin eine tolle Chance indem er vor dem Tor querlegte auf Frederic Fleischle und der Youngster den Ball in Rücklage nicht richtig traf (81.) Kurze Zeit später scheiterte Walter Vegelin aus kurzer Distanz erneut am Tübinger Torwart. (84.). In der 87 Minute wurde Burak Tastan von David Weinhardt mit einem tollen Zuspiel bedient, doch der Abwehrspieler schob den Ball freistehend rechts am Tor vorbei. Mit der letzten Aktion der Partie mussten die Nagolder noch einen unnötigen Gegentreffer hinnehmen: ach einer Ecke gelang es nicht, den Ball zu klären und nach einer Flanke von Björn Zondler erzielte Moritz Gaupp noch den Ehrentreffer.

Am Ende blieb es beim verdienten Sieg für den VfL Nagold, der durch das schnelle 3:0 nach der Pause alles klar machte. Auch wenn es keine Galavorstellung war – der Erfolg gegen einen schwachen SSC Tübingen war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Nun gilt es, die positive Energie des Sieges mit in die kommende Trainingswoche zu nehmen und sich bestmöglich auf das anstehende Auswärtsspiel in Holzgerlingen vorzubereiten.

 

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