Wahnsinn! Der VfL Nagold kegelt SSV Reutlingen aus dem Pokal

Starke Defensive der Grundstein für den Erfolg

Jubel pur! Der VfL Nagold hat den SSV Reutlingen besiegt!

VfL Nagold - SSV Reutlingen 3:1 (1:0)

Tore: 0:1 Marvin Methner (44.) 1:1 Bubacarr Sanyang (45.+2) 2:1 Berk Özhan (74.) 3:1 Luka Kravoscanec (90. +5)

Von Dominik Veitinger

Einfach nur unglaublich! Die Landesliga-Fußballer des VFL Nagold haben in der 3. Runde des WFV-Pokals eine grandiose Leistung abgerufen und den Oberligisten SSV Reutlingen mit 3:1 besiegt – und dieser Erfolg war für die Redzepagic-Elf mehr als verdient. Luka Kravoscanec machte in der Nachspielzeit alles klar, danach kannte der Jubel logischerweise keine Grenzen mehr!

Das altbekannte Sprichwort „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ hat sich mal wieder bewahrheitet. Im Duell zwischen dem Oberligisten SSV Reutlingen und unserem VFL Nagold war über die gesamte Spielzeit kein Klassenunterschied zu erkennen. Die Redzepagic-Elf, die im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Bösingen auf nur einer Position verändert war (Rebmann für Tastan), stand defensiv sehr gut und lies aus dem Spiel heraus keine einzige gegnerische Chance zu. Den ersten Angriffsversuch in einer insgesamt ersten schwachen Hälfte starte der SVV in Person von Dimitrios Vidic, doch Valentin Asch konnte dessen Hereingabe in höchster Not zur Ecke klären (3.) Auch die nächste Schusschance blieb den Gästen vorbehalten, nach gut einer Viertelstunde probierte es Andreas Maier aus der Distanz, doch der Schuss ging weit über den Nagolder Kasten (13.). Eine Zeigerumdrehung später spielte der starke Luka Kravoscanec einen Ball in Richtung Chris Wolfer, der zudem von einem Stellungsfehler von Ruben Reisig profitierte, doch der Youngster kam leider nicht mehr richtig an den Ball. Es dauerte bis gut 10 Minuten vor der Pause, ehe wieder was spannendes passierte: Erst wurde Luka Kravoscanec nach einem Solo über die rechte Seite gerade noch so gestoppt, kurz darauf beförderte Matthias Rebmann den Ball nach einer Pedro-Ecke übers Tor (35.). In der 44. Minute dann die glückliche Reutlinger Führung: Nach einem Freistoß aus zentraler Position konnte Torschütze Marvin Methner völlig frei einköpfen. Doch die Nagolder Fans konnten schon drei Minuten später den Ausgleich bejubeln – nach Zuspiel von Kravoscanec, lief Walter Vegelin in parallel zum Strafraum und steckte im richtigen Moment auf Bubacarr Sanyang durch, der nur noch einschieben musste! Sekunden später probierte es der Torschütze mit einem Fallrückzieher nach einer Hereingabe von Walter Vegelin, doch der Ball ging am linken Pfosten vorbei. So ging es mit 1:1 in die Kabinen.

Wer dachte, dass der Favorit in Durchgang zwei, das Heft in die Hand und das Spiel für sich entscheiden würde, der sah sich getäuscht! Zwar hatten die Gäste wieder die erste Torchance, doch der Schuss von Tom Schiffel landete am Außennetz (50.). Drei Minuten später hatten sich die Nagolder über Matthias Rebmann und Walter Vegelin auf der rechten Seite durchgespielt, doch Vegelins Flanke fand keinen Abnehmer. Reutlingen kam weiter nicht in Schwung, lediglich ein Schussversuch von Maurice Heim stand zu Buche (56.). In der 68. Minute hätten die Nagolder in Führung gehen können, doch SSV-Keeper Enrico Piu lenkte einen Freistoß von Dominik Pedro gerade noch über die Latte. Doch sechs Minuten später durften die Nagolder dann jubeln! Luka Kravoscanec zog in der Mitte drei Gegenspieler auf sich und schickte mit seinem Pass den eingewechselten Daniel Leding auf der rechten Seite durch, dessen Flanke Berk Özhan in der Mitte zur Führung einnetzte. Kam jetzt die Reutlinger Schlussoffensive? Nein! Im Gegenteil: Luka Kravoscanec hätte gut 5 Minuten vor dem Ende auf 3:1 erhöhen können, als er den Ball nach Zuspiel von Daniel Leding an den Pfosten hämmerte! In der Nachspielzeit machte es der neue Nagolder Kapitän dann besser: Nach einem langenBall setzte es sich gegen einen Reutlinger Innenverteidiger durch und lupfte den Ball gekonnt über den Reutlinger Keeper – das war die Entscheidung! Es bildete sich eine Spielertraube an der Eckfahne, der Jubel kannte natürlich keine Grenzen mehr!!!

Die Sensation war also perfekt und dieser Sieg war mehr als verdient! Mit Leidenschaft, Einsatz und Spielfreude haben die Nagolder dieses Duell gewonnen! Wenn man bedenkt, welche Stammkräfte im Nagolder Kader aktuell noch fehlen, ist diese Leistung nicht hoch genug anzurechnen. In Nagold wächst richtig was zusammen – und darauf können sich die Fans freuen!  

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