Vor dem Showdown: Nagolder mit leichtem Vorteil

+++ 14. Spieltag - Die Vorschau +++

Lysander Skoda glänzte in Gärtringen nicht nur als Torschütze

VfL Nagold -  Young Boys Reutlingen (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Heimsieg gegen Zimmern, Derbysieg in Gärtringen- folgt nun auch ein Heimsieg im Spitzenspiel gegen die Young Boys Reutlingen? Beim VfL Nagold läuft es derzeit richtig gut. Das Team von Trainer Armin Redzepagic konnte zuletzt vier Siege in Folge verbuchen und steht nun mit einem Punkt Vorsprung an der Tabellenspitze- eben genau vor dem kommenden Gegner Am  Samstag kommt es nun also zum absoluten Showdown. Mit einem weiteren Sieg können sich die Nagolder bis auf vier Punkte absetzen.

Viel Selbstvertrauen durch Derbysieg in Gärtringen

„Derbysieg ohne Gegentor und dann noch die Tabellenführung- Fußballherz was willst du mehr?“ lautete das positive Fazit des Nagold Trainers nach dem deutlichen 4: 0- Erfolg beim FC Gärtringen am vergangenen Sonntag. In der Tat konnte der Coach mit der Leistung seines Teams durchweg zufrieden sein, gab man doch über rund 70,75 Minuten den Ton an, verpasste es jedoch in Hälfte eins die sich ergebenden Chancen in Tore umzumünzen. Dies holte man dann in der zweiten Hälfte nach: In der 56. Minute eröffnete Chris Wolfer den Torreigen. Die weiteren Torschützen waren Niklas Schäuffele, Lysander Skoda und der eingewechselte Erhan Maltepe, der in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte. Besonders sehenswert war dabei der Treffer von Kapitän Niklas Schäuffele, der seine starke Leistung mit einem tollen Freistoßtreffer aus 25 Metern krönte. Alles in allem ein rundum gelungener Auftritt der Nagolder und der damit verbundene vierte Sieg in Folge. Und es kam noch besser- der bisherige Tabellenführer aus Reutlingen patzte gegen den TSV Ehningen  und musste so die Tabellenführung an die Nagolder abgeben.

Redzepagic: "Wir wollen die Tabellenführung nicht hergeben"

„Ich freue mich am Samstag auf ein spannendes Spiel. Für uns ist das natürlich gut, dass wir mit einem Vorsprung in die Partie gehen. Vor drei Wochen war es noch das Ziel, den Abstand bis zu diesem Spiel auf die Reutlinger ist so gering wie möglich zu halten!“ blickt Armin Redzepagic  voller Vorfreude auf das anstehende Spitzenspiel. Dennoch weiß er, dass auf sein Team eine schwere Aufgabe zukommt. Denn die Reutlinger haben bisher ebenfalls eine tolle Saison gespielt und vor allem in der Offensive viel Qualität. Gerade mit Alexander Kresic, der mit 12 Treffern Platz drei in der Torjägerliste belegt, haben die Gäste einen echten Torjäger in ihren Reihen. „Wir wollen und müssen an die Leistungen aus den Spielen gegen Zimmern und Gärtringen anknüpfen und natürlich die Tabellenführung nicht hergeben!“, stellt Redzepagic klar, dass er mit seinem Team unbedingt den fünften Sieg in Folge einfahren möchte.

Quiskamp fällt aus / Kravoscanec-Einsatz fraglich

Personell sind die Nagolder für das Spitzenspiel ganz gut gerüstet. Ausfallen wird definitiv nur Marco Quiskamp, der nach seinem Bänderriss zuletzt in der U 23 spielte, jedoch einen leichten Rückfall erlitt. Ein Fragezeichen steht zudem hinter Luka Kravoscanec, der im Derby früh ausgewechselt werden musste. Dominik Pedro und Elias Bürkle durften schon in Gärtringen einige Minuten ran, ebenso wie Kai Sieb. Sie dürften auch für das Spitzenspiel eine Option sein. Es ist davon auszugehen, dass Redzepagic auf die gleiche Elf wie in Gärtringen setzt – alles andere wäre – abgesehen von verletzungsbedingten Ausfällen – ein Wunder.

Nach Niederlage in Ehningen: Young Boys auf Wiedergutmachung aus

Die Young Boys Reutlingen mussten am vergangenen Wochenende eine unnötige 2:4 Heimniederlage gegen den TV Ehningen einstecken. Dabei“schenkte man sich drei der vier Gegentreffer selbst ein“, wie es der TSG- Coach nach der Niederlage formulierte. Nun will man gegen Nagold alles wieder gut machen. „Wir fahren nach Nagold, um zu punkten und werden alles in die Waagschale werfen, um dort was Zählbares mitzunehmen. Wir wissen aber auch, dass Nagold der Favorit ist, aber wir wollen versuchen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen, so der TSG- Coach weiter. Bis auf 2 langzeitverletzte Akteure sind bei den Gästen alle Spieler an Bord.

Zurück