Viel Ballbesitz, kein Ertrag: 1:3-Pleite in Breuningsweiler

Redzepagic: Der letzte Push hat gefehlt

Kaum ein Durchkommen war für Elias Bürkle und den VfL Nagold in Breuningsweiler.

SV Breuningsweiler - VfL Nagold 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Marian Asch (31.) 2:0 Marko Kovac (43.) 3:0 Tim Wisssmann (57.) 3:1 Lysander Skoda (86.)

Von Dominik Veitinger

Das hatte man sich beim Verbandsligisten VfL Nagold anders vorgestellt: Zum Rückrundenauftakt verlor man beim SV Breuningsweiler eher unerwartet aber am Ende verdient mit 1:3 (0:2) und verpasste damit den möglichen Sprung auf Tabellenplatz 8.  Gegen einen defensiv stabilen und sehr konterstarken Gegner gelang es den Nagoldern kaum, sich Torchancen zu erspielen.

Asch und Skoda in der Startelf – Bürkle ersetzt kurzfristig Wolfer

„Wir werden alles geben!“, glaubte Nagolds Coach Armin Redzepagic vor dem Spiel fest daran, dass sein Team in Breuningsweiler nicht leer ausgeht. Doch den ersten kleinen Nackenschlag gab es schon vor der Partie: Chris Wolfer konnte aufgrund einer Augenverletzung nicht auflaufen, er wurde von Elias Bürkle ersetzt, der als einzige Spitze agierte. Im Tor stand Matthias Müller, Valentin Asch machte neben Luka Silic im Abwehrzentrum nach langer Verletzung sein erstes Pflichtspiel. Auf den offensiven Außeßnbahnen agierten Matthias Rebmann und Tim Kübel, dahinter Dominik Pedro und Fabian Mücke die vor allem auch nach vorne für Schwung sorgen sollten.

Kübel mit Großchance – Silic rettet für den VfL in höchster Not

Auf dem kleinen Kunstrasenplatz machten die Gastgeber die Räume eng und versuchten bei Ballgewinn blitzschnell nach vorne umzuschalten. Doch die erste dicke Torchance hatte Tim Kübel für den VfL Nagold: Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld von Marco Quiskamp kam Kübel am langen Pfosten an den Ball, köpfte diesen aber ganz knapp übers Tor (2.). Nach knapp zehn Minuten kamen die Gastgeber zu ihrer ersten Torchance, doch ein Schuss von Christian Mayer ging am rechten Pfosten vorbei. Die Nagolder hatten viel Ballbesitz, doch spätestens 20 Meter vor dem Tor war Schluss für Matthias Rebmann & Co.  Die Partie spielte sich eher im Mittelfeld ab, gefährlich wurde es erst wieder in der 13. Minute: Marko Kovac brachte den Ball von links flach in Richtung Strafraum, doch Luka Silic brachte vor dem einschussbereiten SVB-Angreifer gerade noch das Bein dazwischen und klärte zur Ecke.

Kübel zielt erneut drüber – Marian Asch bringt Gastgeber in Führung

Nach zwanzig Minuten dann mal wieder ein Nagolder Lebenszeichen: Nach toller Einzelleistung von Elias Bürkle kam der Ball zu Tim Kübel, dessen Volleyschuss nur knapp über die Latte segelte. In der 31. Minute dann der Tiefschlag für die Nagolder: Marian Asch kam nach einem tollen Angriff am rechten Strafraumeck an den Ball, ließ zwei Nagoldern keine Chance und versenkte den Ball im langen Eck. Kurz zuvor fasste sich auf Nagolder Seiten Lysander Skoda ein Herz, doch sein Schuss aus gut 18 Metern landete in den Armen von SVB-Keeper Luther Labem. Die Nagolder waren weiter optisch überlegen, doch auch nach dem Rückstand spielte man recht ideenlos nach vorne und agierte sehr wenig über die Flügel.

Breuningsweiler setzt auf Konter: Kovac erhöht auf 2:0

Die Gäste setzten weiter auf Konter, was in der 43. Minute zum zweiten Treffer für die Gastgeber führte. Ein Freistoß der Nagolder landete beim Gegner, der voll ausschwärmte; bei einer Hereingabe stand Marko Kovac in der Mitte goldrichtig und erhöhte auf 2:0! Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Kabinen.

 

Tim Wissmann entscheidet die Partie

Direkt nach Wiederanpfiff kam das Team von Antonio Guaggenti zu zwei Schusschancen. Den ersten setzte Nico Rummel über den Kasten (47.), kurz daauf erfehlte Robin Binder nach einem Konter nur knapp das Tor (48.). Im Gegenzug beförderte Nagolds Tim Kübel den Ball von links in Richtung Strafraum, doch Elias Bürkle köpfte übers Tor. Fast eine Stunde war gespielt, da war die Partie entschieden: Nach einem Eckball für den SV Breuningsweiler köpfte Valentin Asch den Ball direkt vor die Füße von Tim Wissmann, der das Leder per Flachschuss im Tor versenkte – 0:3 aus Nagolder Sicht.

Berk Özhan scheitert am Torwart, Lysander Skoda betreibt Ergebniskosmetik

Nur vier Minuten später hatte die Elf von Armin Redzepagic Glück, als Christian Mayer den Ball nach einer tollen Einzelleistung. Dann mal wieder die Nagolder mit einer Offensivaktion: Nach einem Diagonalball von Tim Kübel probierte es der eingewechselte Berk Özhan von rechten Strafraumeck, doch er scheiterte mit seinem Schuss am Keeper der Gastgeber, der den Ball noch um den Pfosten lenkte. (72.). Kurz darauf beförderte Nagolds Innenverteidiger Valentin Asch den Ball übers Tor- vorausgegangen war ein Eckball von Tim Kübel. Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte Christian Meyer nach einem Konter freie Schussbahn, doch Marco Quiskamp rettete für die Nagolder in höchster Für den einzigen Höhepunkt in der Schlussphase des Spiels sorgte Lysander Skoda, der mit einem tollen Volleyschuss noch auf 1:3 verkürzte – doch dabei blieb es dann auch.

Der Blick geht in Richtung Albstadt

Am Ende steht eine Niederlage zu Buche, die durchaus vermeidbar gewesen wäre. Man hat heute gegen einen Gegner verloren, der fußballerisch nicht besser war, aber sich auf seine Stärken besinnt hat. Den Nagoldern ist es heute nicht gelungen, gegen einen tiefstehenden Gegner im Spiel nach vorne Ideen zu entwickeln. Am nächsten Samstag steht gegen den FC Albstadt bereits das nächste richtungsweißende Spiel auf dem Plan – hier sollte gepunktet werden. Doch damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, muss am kommenden Samstag eine Leistungssteigerung her.        

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