Traumtor von Michael Heldmayer entscheidet das Derby

+++ Die Nachlese zum 24. Spieltag +++

Für Berk Özhan und den VfL Nagold II gab es gegen Herrenberg kaum ein Durchkommen

VfL Nagold II - VfL Herrenberg 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Michael Heldmayer (48.)

Von Dominik Veitinger

In einem packenden Derby gegen den VfL Herrenberg hat es der VfL Nagold II verpasst, die Abstiegsränge endgültig zu verlassen. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge musste die Elf von Trainer Markus Kalmbach eine knappe aber durchaus verdiente 0:1-Niederlage hinnehmen. Michael Heldmayer erzielte kurz nach Wiederanpfiff das Tor des Tages.

„Ich erwarte einen sehr schwer bespielbaren Gegner, der eine gute Grundordnung gegen den Ball hat!“, analysierte Kalmbach den kommenden Gegner vor der Partie – und er sollte in großen Teilen Recht behalten. Im Vergleich zum 3:2-Erfolg in Maichingen nahm Kalmbach drei Veränderungen vor: Für Lucas Perez, Daniel Leding und Justin Nebert kamen Moritz Plaumann, Jonathan Stockinger und Nathanael Bürkle neu in die Startelf. Bürkle zusammen mit Kujtim Berisha in der Spitze, Stockinger in der Innenverteidigung neben Denis Andelic und Moritz Plaumann spielte auf der rechten Außenverteidigerposition.

Die erste dicke Doppelchance hatten die Gäste aus Herrenberg: Rico Wentsch kam aus halbrechter Position zum Schuss, Nagolds Torhüter Lars Großmann konnte den Ball nicht festhalten, sodass dieser bei Peter Steimle landete. Steimle scheiterte aus kurzer Distanz aber ebenfalls am stark parierenden Großmann (5.). Drei Minuten später klärte Jonathan Stockinger eine Flanke von Herrenbergs Tobias Lutz direkt vor die Füße von Rico Wentsch, doch dessen Schuss ging weit übers Tor. Die Gäste agierten zu Beginn sehr druckvoll und suchten nach Ballgewinn immer den direkten Weg zum Tor.

Es dauerte zehn Minuten, bis sich die Nagolder in Person von Moritz Plaumann mal in Richtung Tor wagten, doch dessen Schuss segelte weit rechts übers Tor! Nach gut einer Viertelstunde setzte Kujtim Berisha Gäste-Keeper Lars Nölle unter Druck, Glück für Nölle, der den Ball gerade noch zur Ecke klären konnte. Sechzig Sekunden später dann wieder die Elf aus dem Gäu: Einen Freistoß aus dem Halbfeld bekamen die Nagolder nicht richtig geklärt, sodass Peter Steimle an den Ball kam, Lars Großmann konnte dessen etwas zu schwachen Schuss jedoch zur Ecke klären (16.).Nach gut zwanzig Minuten spielte Marc Bühler einen tollen Diagonalball auf Kujtim Berisha, doch dessen Hereingabe fand in der Mitte keinen Abnehmer.

23 Minuten waren gespielt da passte Herrenbergs Kenan Kasikci den Ball zurück auf Keeper Lars Nöller, der erneut sehr unsicher wirkte und den heranstürmenden Kujtim Berisha anschoss. Pech für die Nagolder, das der Ball von dessen Rücken nicht im Tor sondern im Toraus landete. Die nächste Nagolder Möglichkeit hatte Nathanael Bürkle, er setzte eine tolle Hereingabe von Berk Özhan neben den kurzen Pfosten (30.) Gut zehn Minuten vor der Pause probierte es Jonathan Stockinger mit einem weiten Ball in Richtung Strafraum, wo Bürkle mit dem Kopf gegen Lars Nölle den Kürzeren zog (33.). Ganz knapp verpasste Moritz Plaumann die Nagolder Führung nach 35 Minuten, als sein Schuss aus halblinker Position nach toller Kombination nur Zentimeter übers Tor ging. Die letzte Möglichkeit im ersten Durchgang hatten ebenfalls die Nagolder durch Berisha, der nach einer Hereingabe von Moritz Plaumann nicht genug Druck hinter den Ball brachte – sichere Beute für Herrenbergs Keeper Nölle (43.). So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit hätte aus Nagolder Sicht kaum schlechter beginnen können. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da passte Lukas Rähle den Ball von rechts in den Rückraum zum eingewechselten Michael Heldmayer, der den Ball per Dropkick ins linke, obere Toreck hämmerte – ein Traumtor! Mit dem Rückstand riss im Nagolder Spiel sichtlich der Faden: Nach vorne ging kaum noch etwas und hinten leistete man sich einfache Ballverluste. Einer davon hätte in der 52. Minute beinahe zum 0:2 geführt, doch Jona Wörner zielte nach Zuspiel von Michael Heldmayer knapp am rechten Pfosten vorbei. Die erste Nagolder Torannährung im zweiten Durchgang gab‘s durch Denis Andelic, der eine Ecke von Heinrich Vegelin übers Tor köpfte (54.).

Dann machte das Derby eine gut 10-minütige Verschnaufpause, ehe es Rico Wentsch erneut aus der Distanz versuchte, doch Lars Großmann hielt den Ball sicher fest (65.). Nagold gelang es bis dato nicht, sich eine echte Torchance zu erspielen! Zu oft wurde der Weg durch die Mitte gesucht, anstatt das Spiel auf die Flügel zu verlagern.  Die nächste Großchance hatten die Herrenberger nach 73 Minuten, als Lars Großmann eine Flanke von Rico Wentsch nicht festhalten konnte. Peter Steimle setzte den Abpraller übers Tor- Glück für die Nagolder.  Eine Minute später dann die riesen Chance zum Ausgleich für den VfL! Berk Özhan eroberte etwa 18 Meter vor dem Tor den Ball und passte rechts in den Strafraum zu Marc Bühler, der aus kurzer Distanz an Lars Nölle scheiterte.

In der letzten Viertelstunde passierte nicht mehr wirklich viel. Lediglich ein Schuss von Marc Bühler (85.) sowie ein Versuch von Berisha nach Zuspiel von Bühler (88)., der knapp am Pfosten vorbeiging – das war’s dann aber auch schon! Und so gewannen die Herrenberger am Ende verdient ein Derby, indem die Nagolder Offensive insgesamt zu harmlos war!

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