Spielerisch stärker: U19 zieht gegen Aalen den Kürzeren

+++ Die Nachlese zum 18. Spieltag +++

Philip Matz (grünes Trikot) musste gegen Aalen drei Mal hinter sich greifen

VfL Nagold - VfR Aalen 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Mark Müller (48.) 1:1 Daniel Leding (52.) 1:2 Yusuf Baran (60.) 1:3 Justin Eisenmann (80.)

Von Dominik Veitinger

Die A-Junioren des VfL Nagold haben es am 18. Spieltag der Oberliga verpasst, die Abstiegsränge endgültig zu verlassen. Gegen den VfR Aalen setzte es eine 1:3-Heimniederlage. Daniel Leding erzielte zwar den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch die Gäste von der Ostalb nahmen am Ende verdient die drei Punkte mit. Damit stehen die Nagolder vier Spieltage vor dem Ende auf Platz 11, jedoch punktgleich mit den beiden davor platzierten Teams aus Lörrach und Reutlingen – der Klassenerhalt ist also noch mehr als möglich.

„Wir wollen den nächsten Schritt machen und auch gegen Aalen punkten!“, lautete die Marschroute von Nagolds U19-Coach Marc Feyerabend vor der Partie. Mit dem Rückenwind des 2:1-Erfolges in Lörrach vor der Osterpause wollte man mit dem zweiten Sieg in Folge die Abstiegsränge endgültig verlassen. Im Vergleich zum letzten Spie gab es zwei Veränderungen in der Nagolder Startelf: Für den angeschlagenen Max Mocanu und Marius Bürkle kamen Daniel Leding und Lukas Götz neu in die Mannschaft. Marc Rück agierte für Bürkle vor der Abwehr neben Till Tropsch. Daniel Leding agierte als einzige Spitze, flankiert von Lukas Götz (links) und Sinan Burhan (rechts). Ansonsten blieb alles beim Alten.

Die Nagolder verfolgten den Matchplan, den Gegner früh anzulaufen und bei Ballgewinn schnell umzuschalten und den Torabschluss zu suchen. Dies gelang in den Anfangsminuten auch recht gut, die Gäste von der Ostalb wurden zu Fehlern gezwungen und kamen kaum über die Mittellinie. Die erste echte Torchance des Spiels hatte jedoch der VfR Aalen, Adnan Rakic probierte es von halbrechts mit einem Freistoß, doch Nagolds Keeper Philipp Matz lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte (5.). Nach gut zehn Minuten dann die erste Nagolder Chance: Adrian Jungevloed beförderte einen Freistoß aus der eigenen Hälfte in Richtung Strafraum, wo sich Aalens Keeper Nico Purtscher verschätzte sich beim Rauslaufen, sodass der Ball bei Lukas Götz landete. Doch Götz beförderte den Ball übers Tor. Wieder zwei Minuten später eroberte Sinan Burhan an der rechten Außenlinie den Ball und schickte den gestarteten Daniel Leding auf die Reise. Doch dessen Flankenversuch konnte ein Spieler der Gäste noch zum Einwurf klären (11.) Dann wurde es das zweite Mal gefährlich vor dem Nagolder Tor: Leon Schaber und Lucas Perez konnten Aalens Mark Müller auf der rechten Außenbahn nicht stoppen, doch dessen Hereingabe klärte Henrik Plaumann in höchster Not zur Ecke (18.). Dann wieder der VfL: Daniel Leding brachte einen Freistoß von halblinks in Richtung langen Pfosten, wo Adrian Jungebloed den Ball nicht mehr erwischte.

Aalen versuchte sich bei Ballbesitz über Kurzpassspiel nach vorne zu kombinieren, doch der „Nagolder Beton“ hielt dem Druck ohne größere Probleme stand. Nach einer halben Stunde dann Chancen auf beiden Seiten: Erst köpfte Aalens Eldin Sadikovic eine Ecke gefährlich Richtung Nagolder Tor, quasi im Gegenzug war der Gäste Keeper nach einem schnell ausgeführten Freistoß einen Schritt schneller als Lukas Götz und konnte die Situation klären. In der 31. Minute mussten die Nagolder dann verletzungsbedingt auswechseln: Marc Rück musste nach hartem Einsteigen von Leon Gunst musste Marc Rück mit Rückenproblemen vom Feld, für ihn kam Marius Bürkle in die Partie. Die nächste Möglichkeit hatten die Kicker von der Ostalb: Hassan Aldeen setzte sich rechts gegen Lucas Perez durch, doch seine Hereingabe war kein Problem für Philip Matz (38.). Die letzte Torchance im ersten Durchgang hatte Daniel Leding für die Nagolder, doch dessen Distanzschuss war kein Problem für Aalens Keeper Prutscher (43.). So ging es beim Stande von 0:0 in die Kabinen.

Der zweite Durchgang war gerade einmal drei Minuten alt, da musste das Team von Marc Feyerabend den ersten Nackenschlag hinnehmen: Nach einem Einwurf für die Gäste bekam die VfL-Abwehr Mark Müller nicht in den Griff, der sich in Richtung Tor aufdrehte und den Ball per Volleyschuss in selbigem versenkte (48.). Doch es dauerte nur fünf Minuten, bis sich die Gastgeber zurückmeldeten: Ein schnell ausgeführter Einwurf von Patrick Röbner auf Till Tropsch, Tropsch flankte den Ball sofort in die Mitte, wo Daniel Leding zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Die Partie war wieder völlig offen.

Nach gut einer Stunde probierte es der eingewechselte Joshua Hall über die linke Seite, doch die Gäste konnten seinen Sololauf gerade noch stoppen und klärten den Ball zur Ecke. Kurz darauf war es wieder Hall, diesmal profitierte er nach einer Nagolder Ecke von einem Missverständnis in Aalens Hintermannschaft, doch sein Schuss segelte übers Tor. (59.). Eine Zeigerumdrehung später dann der erneute Rückstand für die Gastgeber: Der Ball kam von der linken Seite ins Zentrum zu Yusuf Baran, dessen Schuss aus gut 20 Metern fälschte Lucas Perez unhaltbar ins Tor ab – 1:2! Zwei Minuten später hatte Adrian Jungebloed die große Chance zum Ausgleich, nach einem Freistoß von Till Tropsch kam der Innenverteidiger völlig frei zum Kopfball – doch am Ende kein Problem für den Gäste-Keeper. Zehn Minuten vor dem Ende dann wieder ein Freistoß von Till Tropsch, diesmal verlängerte Jungebloed auf Perez, der jedoch nicht mehr richtig an den Ball kam (80.).

Auch wenn die Nagolder alles versuchten, so richtig zwingend wurde es nach vorne in der Schlussphase nicht mehr. Kurz darauf machte der eingewechselte Justin Eisenmann den Deckel drauf: Nach tollem Zuspiel von Mark Müller tauchte der Stürmer völlig frei vor Philip Matz auf und netzte sicher zum 1:3 ein. Kurz vor dem Abpfiff probierte es Tobias Essig nochmal mit einem Freistoß von halbrechts – doch auch diese Aktion änderte nichts mehr an der Nagolder Niederlage, die kurze Zeit später besiegelt war.  

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