Sechs Punkte - und die Nagolder sind durch

+++ Die Vorschau zum 28. Spieltag +++

TSV Essingen - VfL Nagold (Donnerstag, 13:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Der VfL Nagold hat innerhalb von vier Tagen die Chance, den Abstiegskampf der Verbandsliga hinter sich zu lassen. Es steht eine Englische Woche an. Die Nagolder spielen am Donnerstag in Essingen und am Sonntag das Heimspiel gegen Olympia Laupheim in Gündringen.

Mit dem Spiel zwischen dem Tabellenvierten TSV Essingen und dem Zwölften VfL Nagold wird der 28. Spieltag der Verbandsliga abgeschlossen. Für beide Mannschaften steht viel auf dem Spiel. Die Gastgeber wollen den Anschluss nach oben halten, der VfL Nagold braucht die Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Überraschungen

"Die Konkurrenz hat nicht für uns gespielt", blickt VfL-Coach Armin Redzepagic auf die Ergebnisse vom Wochenende zurück. "Überrascht hat mich der Punktgewinn der TSG Tübingen beim VfL Sindelfingen und das 2:1 von Olympia Laupheim gegen den FV Löchgau." Den Gegner am Himmelfahrtstag hat er sich beim Pokalfinale angeschaut. "Aus diesem Spiel Schlüsse zu ziehen, ist schwierig. Verteidigen ist einfacher als Angreifen, nach vorne hat der TSV Essingen da nicht viel gemacht", konnte er nicht viele Erkenntnisse gewinnen, betont aber: "Die haben ihre Qualität, gegen uns werden sie ganz anders agieren."

Finalniederlage gegen Ulm

Im Finale um den WFV-Pokal unterlagen die Essinger dem Regionalligisten SSV Ulm mit 0:2. Trainer Beniamino Molinari schwor seine Truppe jedoch bereits im Vorfeld darauf ein, dass die Saison nach dem Finale noch nicht zu Ende ist. "Wir müssen den Fokus nun auf Nagold legen. Es ist ganz schön, dass die Saison nach diesem Finale noch nicht vorbei ist, sondern wir noch eine Aufgabe haben – und die Aufgabe heißt: oben noch einmal angreifen", sagt TSV-Schlussmann Jonas Gebauer.

Nur kurz gefeiert

Nach dem Finale habe man in Maßen gefeiert, um ab Montag wieder trainieren zu können. Der Medienrummel sei schön gewesen, darunter dürfe die Konzentration auf die Liga jedoch nicht leiden. "Wenn wir jetzt alles gewinnen sollten, dann haben wir hoffentlich ein ganz geiles Finale am letzten Spieltag gegen Hollenbach", hofft Gebauer.

Vier Siege in Serie

Zu den größten "Waffen" der Essinger zählen Ex-Profi Stani Bergheim, Maximilian Eiselt, und Marc Gallego. Seit Molinari das Ruder übernommen hat, ging es ständig bergauf – bis auf Rang vier in der Tabelle. Der 5:1-Erfolg beim FV Löchgau war der zuletzt vierte Sieg in Serie. Vor dem VfL Nagold sind die Essinger trotzdem gewarnt. "Wir brauchen jetzt noch nicht nach Hollenbach schauen, jetzt ist erst einmal Nagold wichtig, darauf müssen wir uns konzentrieren", betont Essingens Schlussmann und verweist auf den 1:0-Sieg des VfL gegen die SF Dorfmerkingen.

Schock überstanden?

Beim VfL Nagold ist eine große Frage, ob die Mannschaft den Schock über die erneuten Verletzungen von Pascal Reinhardt und Lysander Skoda abgelegt hat. Das Schicksal der beiden ging auch dem Coach sehr nahe. Der gibt sich aber schon wieder kämpferisch: "Wir haben in dieser Runde noch nirgends richtig schlecht ausgesehen oder eine Packung bekommen", betont er. Darauf bauen die Nagolder auch gegen den TSV Essingen. Um die Defensive abzusichern, könnte Chris Wolfer zurück ins Mittelfeld rücken. "Luka Kravoscanec als einzige Spitze ist sicherlich eine Option", sagt Redzepagic, lässt sich dabei aber wie immer alle Möglichkeiten offen.

Sonntag in Gündringen

Für die Nagolder bleibt nach dem Essingen-Spiel nur eine kurze Verschnaufpause. Am Sonntag steht dann das letzte Heimspiel der Saison gegen Olympia Laupheim auf dem Plan. Das könnte vorentscheidenden Charakter haben. Mit einem Sieg hätten die Nagolder zumindest ein Polster auf die direkten Abstiegsplätze. Da der Rasen im Fleckenstein-Stadion nach wie vor gesperrt ist, findet auch dieses Spiel wieder in Gündringen statt. "Dafür bedanken wir uns noch einmal recht herzlich bei unserem Partner-Verein SV Gündringen", betont Vorstandsmitglied Dominik Veitinger und fügt an: "Hoffentlich können wir uns dieses Mal mit drei anstatt nur einem Punkt bei den Gündringern bedanken."

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