Schwerer Gang zum SSV Ehingen-Süd

+++ Die Vorschau zum 23. Spieltag +++

Lysander Skoda und der VfL Nagold wollen in Ehingen nicht leer ausgehen.

SSV Ehingen-Süd - VfL Nagold (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Die Verbandsliga setzt zum Schlussspurt an: Noch sieben Spiele sind zu absolvieren, dann sind die Entscheidungen um den Auf – und Abstieg gefallen. Für den VfL Nagold ist die Vorgabe im letzten Drittel der Saison klar: Punkte müssen her! Nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen den FV Löchgau steckt man tiefer im Abstiegskampf denn je. Mit einem Sieg beim SSV Ehingen-Süd will man für die Schlussphase das nötige Selbstvertrauen tanken – doch damit der Traum vom Auswärtssieg in Erfüllung geht, muss vor allem in der Offensive mehr Durchschlagskraft her.

Freistoß besiegelt Niederlage gegen Löchgau

„Gegen Löchgau muss man nicht verlieren!“, kommentierte ein sichtlich enttäuschter Armin Redzepagic die Niederlage im Schlüsselspiel am vergangenen Samstag. In der Tat, der Gegner war nicht besser, aber die Partie gegen die Mitaufsteiger hat wieder einmal gezeigt, wo beim VfL Nagold der Schuh drückt: In der Offensive und bei Standards des Gegners. Zwar brachte Luka Silic seine Farben mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung, verschoss aber gut 10 Minuten vor der Halbzeitpause einen Elfmeter nach Foul an Christoph Hollnberger. Quasi mit dem Pausenpfiff erzielte Löchgau durch Marco Knittel den Ausgleich- da befand sich die VFL-Defensive mit dem Kopf wohl schon in der Kabine. Im zweiten Durchgang belebte zwar der eingewechselte Luka Kravoscanec die Offensive des Aufsteigers, doch so richtig funktionieren wollte auch beim technisch versierten Angreifer nichts. Löchgau stand in der Defensive kompakt und agierte vermehrt über außen und war bei Freistößen und Eckbällen sehr gefällig. Alles deutete schon auf eine Punkteteilung  hin, ehe Riccardo Macorig nach einem Freistoß völlig frei zum 1:2 einköpfte – die Nagolder Talfahrt geht also weiter.

Fahrt nach Ehingen soll sich lohnen – Redzepagic warnt

Nun geht es am Samstag ins rund 100 Kilometer entfernte Ehingen, das an der schönen Donau liegt. Doch die Nagolder fahren dort sicher nicht hin, um die Punkte dort zu lassen, um sich später „nur“ an den Blick auf den berühmten Fluss erinnern zu können. „Wir fahren sicherlich nicht nach Ehingen, um die Punkte einfach dort zu lassen!“, gibt Nagolds Coach Redzepagic die klare Marschrichtung vor. Dem 40-jährigen ist dennoch klar, dass ein Sieg „kein leichtes Unterfangen“ wird, schließlich bot die Elf von Michael Bochtler zuletzt dem SKV Ruteshiem ordentlich Paroli und auch bei der 0:3-Pleite gegen Löchgau ließen die Blau-Gelben ihr Können mehrmals aufblitzen. Doch die bisherige Trainingswoche macht Mut: „Wir haben die Zügel etwas angezogen und alle haben Gas gegeben!“, gibt sich Co-Trainer Marco Quiskamp mit der bisherigen Einstellung seiner Jungs zufrieden.

Rebmann und Kravoscanec in der Startelf?

Was die personelle Situation angeht, hat sich in Nagold im Vergleich zur letzten Woche nicht viel verändert: Chris Wolfer konnte nach seiner Augenverletzung zwar wieder das volle Programm absolvieren, ein Einsatz am Samstag kommt aber wohl noch zu früh. Matthias Rebmann und Christoph Ormos haben ihre Erkältungen weitestgehend auskuriert und könnten beide eine Option für die Startelf sein. Ebenso auf dem Weg der Besserung ist Luka Kravoscanec, ob es allerdings von Beginn an reicht, ist fraglich. Sollten Rebmann und Kravoscanec beide beginnen, könnte Youngster Elias Bürkle auf die „Zehn“ rücken und so für die spielerischen Elemente im Nagolder Offensivspiel sorgen. Im Tor und der Viererkette dürfte Redzepagic wohl kaum einen Wechsel vornehmen.

Auch Ehingen braucht Punkte im Abstiegskampf

"Was bei diesem Spiel nicht gepasst hat, war nur das Ergebnis. Wir haben ein hervorragendes Spiel gezeigt", kommentierte SSV-Coach Michel Bochtler die knappe 1:2-Niederlage gegen den SKV Rutesheim. Vor allem in der ersten Hälfte scheiterten die Ehinger am Ruteshiemer Torwart, konnten sich aber in Hälfte zwei auch zwei Mal beim eigenen Goalie bedanken, der das Gegentor durch klasse Paraden verhinderte. Mit 29 Punkten stehen die Gastgeber fünf Punkte vor dem sechs Punkte vor dem Relegationsplatz und fünf vor dem VfL Nagold. „Wir wollen gegen Nagold an die Leistung aus dem Rutesheim-Spiel anknüpfen und die Punkte bei uns behalten!“, so Bochtler

Das Hinspiel zwischen beiden Teams endete 0:0- ein Ergebnis mit dem der VfL Nagold in der aktuellen Situation sicherlich nicht so gut leben könnte. Schaft der VfL in Ehingen endlich die Wende? Trainer und Mannschaft würden diese Frage nach dem Spiel sicherlich gerne mit einem „Ja“ beantworten.  

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