Schwerer Gang nach Hollenbach

+++ Die Vorschau zum 10. Spieltag +++

Dominik Pedro (links) könnte am Samstag in die Startelf rücken. Foto: Schwarzwälder Bote

FSV Hollenbach - VfL Nagold (Samstag, 15 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Zweite Saisonniederlage und Relegationsplatz- so lautet die Bilanz der Nagolder Fußballer vom letzten Wochenende. Nun ist die Redzepagic-Elf also auf Wiedergutmachung aus, doch dieses Unterfangen wird am kommenden Samstag sicherlich nicht einfach. Mit dem FSV Hollenbach trifft man nämlich auf einen der Favoriten, wenn es um den Aufstieg in die Oberliga geht. Auch wenn der VfL Nagold als Außenseiter ins Hohenlohische fährt, chancenlos ist der Aufsteiger keinesfalls.

Zu wenig Torchancen- Heimniederlage gegen Neckarrems

"Das war jetzt nicht der Gegner mit der ganz großen Qualität. Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren müssen!", kommentierte Nagolds Trainer Redzepagic die 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Neckarrems. In der Tat, wie schon in den bisherigen Spielen wurden die Nagolder nicht hergespielt, doch die Gäste aus Remseck kreierten sich mehr Chancen als der Aufsteiger. Lars Ruckh erzielte nach sechs Minuten mit einem Sonntagsschuss die Gäste-Führung. Chris wolfer hatte die größte Nagolder Chance im ersten Durchgang, scheiterte jedoch am Torwart. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gäste spielstärker, Nagold gelang nach vorne wenig- das 0:2 war durchaus verdient für den VfB. Erst in den letzten 10 Minuten wurde der VfL offensiv stärker. Elias Bürkle erzielte zwei Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer, doch dieser änderte leider nichts mehr am Ergebnis.

Hollenbach zählt zu den Titelkandidaten

Nun geht es also zu einem der Topteams der Liga. "Wir fahren nicht zweieinhalb Stunden, um nur einen oder gar keinen Punkt mitzunehmen!", gibt Redzepagic die Marschroute vor. Hollenbach setzt er als "sehr spielstark ein, so dass seine Mannschaft vor allem in der Defensive wachsam sein muss. So wird es am Samstag eher darauf ankommen, dass man nach Ballgewinn schnell umschaltet und die sich ergebenden, wenigen Chancen auch nutzt.

Viele Fragezeichen in Sachen Personal beim VfL

Personell stehen die Vorzeichen nicht wirklich gut: Neben den Langzeitverletzten Schaschko, Skoda und Reinhardt fallen für das Wochenende auch noch Kapitän Matthias Rebmann und Marc Bühler aus. Zudem ist der Einsatz von Valentin Asch wegen Knieproblemen fraglich, Torhüter Sanyang bleibt höchstwahrscheinlich bei seiner schwangeren Frau. So wird Matthias Müller im Tor stehen, auf den Außenverteidigerpositionen könnten Fabian Mücke, Dominik Pedro oder Berk Özhan zum Einsatz kommen. Die rechte Außenbahn von Rebmann könnte Elias Bürkle übernehmen, der zuletzt vor der Abwehr agierte- dort dürften für Samstag Christoph Ormos und Co-Trainer Marco Quiskamp gesetzt sein. Offen ist auch, ob der VfL mit einer oder zwei Spitzen agiert, in letzterem Fall dürfte die Wahl wohl auf Chris Wolfer und Luka Kravoscanec fallen. Aufstellung hin-Aufstellung her: "Wir wissen, dass es in Hollenbach schwer wird, aber wir versuchen, das Beste draus zu machen". gibt sich auch Marco Quiskamp optimistisch.   

FSV will Kontakt zur Spitze halten

Beim FSV Hollenbach verläuft die bisherige Saison nach Plan- mit 16 Punkten belegt man aktuell Platz vier. Am vergangenen Wochenende gab es für das Team von Martin Kleinschrodt einen sicheren 0:3-Auswärtssieg in Löchgau. "Schön, dass wir zu Null gespielt haben, obwohl Marc Zeller gefehlt hat. „In der ersten Halbzeit hatten beide Teams Chancen. Löchgau hat schnell umgeschaltet. In der zweiten Hälfte haben wir den Druck erhöht, damit ist Löchgau nicht mehr klargekommen“, fasste der FSV-Coach die Partie zusammen. Nun will man gegen den VfL Nagold an diese Leistung anknüpfen und so den Kontakt zur Spitze halten "Wir dürfen Nagold nicht unterschätzen. Sie haben bisher in allen Partien gezeigt, dass sie in der Liga mithalten können,." so Kleinschrodt. Personell sind beim ehemaligen Oberligisten stand jetzt alle Mann an Bord. Hollenbach wird also von Beginn an versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen und möglichst früh ein Tor zu erzielen.

Erstes Etappenziel: Die Null muss stehen

Für den VfL Nagold wird es erstmal wichtig sein, kein frühes Gegentor zu kassieren und den Gegner nicht ins spiel kommen zu lassen. Doch knüpft man auch am Samstag an die bisherigen Leistungen- zumindest in der Defensive an, solte die Null machbar sein. Wenn es dann noch gelingt, den Ball irgendwie im Tor unterzubringen, könnte die Rückfahrt mit dem Bus zur Party werden.

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