Nagolder Sieg in Unterzahl

+++ Die Nachlese zum 13. Spieltag

Zweiter Sieg in Folge: Armin Redzepagic freut sich über den Auswärtssieg in Tuttlingen

SC Tuttlingen - VfL Nagold 1:2 (0:1)

Von Albert M. Kraushaar

"Wir haben heute gefühlte 150 lange Bälle erlebt und 149 davon gut verteidigt", meinte VfL-Trainer Armin Redzepagic, nach dem Spiel seiner Elf beim Aufsteiger in Tuttlingen.

Wobei "Elf" in diesem Falle nicht ganz richtig ist, denn bereits nach rund 30 Minuten spielte der VfL Nagold nur noch zu zehnt, nachdem Nicolai Brugger nach einem Zweikampf den roten Karton gesehen hatte.

Ohne Matthias Rebmann, sowie den leicht angeschlagenen Luka Kravoscanec, Valentin Asch und Heinrich Vegelin auf der Bank, musste der Nagolder Trainer seine Mannschaft vor dem Spiel beim Aufsteiger erneut gründlich umbauen.

 

David Weinhardt kam für das Mittelfeld, Lysander Skoda rückte in die Innenverteidigung, eine Maßnahme die sich am Ende als richtig erwies, denn der großgewachsene und kopfballstarke Allrounder war im Zentrum genau der richtige Mann gegen das Tuttlinger Spielsystem.

"Die haben die Bälle immer vorne reingeschlagen, in der Hoffnung, dass mal einer durchrutschen würde", so der Nagolder Coach zu der nicht unbedingt ideenreichen und immer wieder gleichen Angriffsvariante des Gastgeberteams.

Der erste Treffer des Spiels fiel nach gut einer Viertelstunde. Chris Wolfer, der Mann mit der Nummer 18, erzielte in der 18. Minute die Nagolder Führung. Nach einem Pass in die Tiefe hatte er sich durchgetankt und die Aktion mit einem Schuss ins lange Eck abgeschlossen.

"Danach hatten wir nach einem Fehlpass, bei dem Matthias Müller klasse hält, Glück und kurz danach nochmals bei einem Kopfball", räumte Armin Redzepagic ein.

Trotz personeller Unterzahl bekam seine Mannschaft das Spiel auf dem holprigen Rasen langsam in den Griff. Nach gut einer Stunde steckte Chris Wolfer zu Elias Bürkle durch und der erzielte mit einem leicht abgefälschten Schuss das 2:0 (64.).

Die Tuttlinger gaben sich aber noch längst nicht geschlagen. Mit der Hereinnahme von Robin Petrwoski und Lamin Manjang verstärkten sie die Offensive. Der VfL Nagold setzte inzwischen ganz auf Konter, hatte aber bei einem Lattentreffer Glück, dass den Tuttlingern der erste Torerfolg versagt blieb.

Walter Vegelin kam für David Weinhardt (66.) später löste Bubacarr Sanyang noch Chris Wolfer (79.) im Angriff ab. Mit der Einwechslung von Luka Kravoscanec (87.) versuchte Armin Redezepagic nochmals den Rhythmus der Gastgeber zu unterbrechen.

In der 90. Minute rutschte der "gefühlt" 150. lange Ball dann doch zum 1:2-Anschlusstreffer durch. Doch der Treffer von Robin Petrowski kam zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Die Nagolder hatten anschließend noch eine vierminütige Nachspielzeit zu überstehen, dann war der Dreier endgültig perfekt.

 

Zurück