Mike Tausch besiegelt Nagolder Niederlage

+++ Die Nachlese zum 19. Spieltag +++

Auch der Führungstreffer von Matthias Rebmann konnte die Niederlage in Heiningen nicht verhindern.

1. FC Heiningen - VfL Nagold 3:1

Tore: 0:1 Matthias Rebmann (17.) 1:1 Andre Kriks (21.) 2:1 Lennart Zaglauer (72.) 3:1 Mike Tausch (80.)

Von Dominik Veitinger

Nichts war‘s mit dem zweiten Punktgewinn in Folge: Die Verbandsliga-Fußballer des VfL Nagold haben ihr Auswärtsspiel beim Aufsteiger 1.FC Heiningen verdient mit 1:3 verloren und damit den Sprung auf Platz sechs verpasst. Zwar gingen die Nagolder durch Matthias Rebmann in Führung, doch diese brachte das Team von Armin Redzepagic nicht über die Zeit. Mike Tausch erzielte zehn Minuten vor dem Ende das entscheidende 3:1 für die Gastgeber und machte somit den Sieg perfekt!

Brugger und Kravoscanec für Mücke und Pedro in der Startelf

„Heiningen ist zu Hause bärenstark!“, so Redzepagic vor der Partie über den Mitaufsteiger. Für das Unterfangen „Punktgewinn“ nahm Nagolds Coach im Vergleich zum Heimsieg gegen Albstadt zwei Veränderungen in der Startelf vor: Für Fabian Mücke und den angeschlagenen Dominik Pedro kamen Nicolai Brugger und Angreifer Luka Kravoscanc neu in die Mannschaft. Ziel war es, bei Ballbesitz des Gegners über ein kompaktes Mittelfeld die Bälle dort zu erobern und dann schnell in die Spitze zu spielen. Bei eigenem Ballbesitz sollten die Außenverteidiger Elias Bürkle und Matthias Rebmann das Spiel nach vorne mit ankurbeln – Silic, Asch und Brugger bildeten dann eine Dreierkette.

Gastgeber treffen Innenpfosten, Kübel zielt vorbei

Die erste Torannährung hatte der Gastgeber in Schwarz-Gelb, doch ein Schuss von Lennart Zaglauer aus gut 20 Metern war für Nagolds Keeper Matthias Müller kein Problem (1.). Nur eine Zeigerumdrehung später versuchte es Luka Kravoscanec aus etwa 15 Metern, nachdem ihm ein Klärungsversuch der Heininger direkt vor die Füße fiel – doch FCH-Keeper Marius Funk hielt den Ball sicher fest. Nach fünf Minuten hatten die Nagolder großes Glück: Ein langer Ball wurde von Nicolai Brugger unterschätzt und landete bei Heininges Kevin Gromer, dessen Schuss vom rechten Strafraumeck am Innenpfosten landete und wieder ins Feld sprang. Das Team von Armin Redzepagic tat sich in der Anfangsphase schwer, eigene Torchancen zu kreieren und stand mächtig unter Druck: Als nächstes versuchte es Benjamin Kern, doch der Schuss von Heiningens Kapitän konnte Luka Silic gerade noch zur Ecke klären (8.). Nach zehn Minuten hatten dann auch die in weiß spielenden Nagolder ihren ersten Torabschluss – Tim Kübel setzte das Spielgerät nach Zuspiel von Elias Bürkle weit rechts am Tor vorbei.

Rebmann erzielt Nagolder Führung – Kriks mit der schnellen Antwort

Die Gästgeber spielten viel über die Außenbahnen und erspielten sich nach einer Viertelstunde die nächste hochkarätige Chance: Die Nagolder klärten den Ball unsauber, sodass ihn Gianluca D’onofrio per Flanke wieder in den Strafraum beförderte. Dort landete der Kopfball von Andre Kriks am Pfosten – Glück für die Nagolder. Nach 17 Minuten durften dann die mitgereisten Nagolder Fans jubeln: Nach einer Ballstafette über Marco Quiskamp und Christoph Ormos landete der Ball auf links bei Elias Bürkle. Bürkle sah den mitgelaufenen Matthias Rebmann, der den Ball dann nur noch einschieben musste – 1:0 und die damit glückliche Führung für die Nagolder. Doch die Freude währte gerade einmal vier Minuten; dann verloren die Nagolder den Ball im Mittelfeld an Andre Kriks, der noch ein paar Meter marschierte und den Ball aus gut 25 Metern mit einem satten Schuss im Tor versenkte (21.)

 

 

Kravoscanec und Reichert knapp vorbei

Nur drei Minuten später hätte Luka Kravoscanec den VfL erneut in Führung bringen können, doch sein Schuss aus halblinker Position ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Dann verflachte die Partie etwas, interessant wurde es wieder nach 35 Minuten als ein Freistoß von Benjamin Kern am langen Pfosten ganz knapp an dessen Mitspieler vorbeiflog. Die letzte nennenswerte Chance im ersten Durchgang hatte ebenfalls das Team von Denis Eger – Robin Reichert köpfte eine Flanke ganz knapp am langen Pfosten vorbei (43.) So ging es mit einem eher schmeichelhaften 1:1 aus Nagolder Sicht in die Kabinen.

Kravoscanec mit Schussversuch – Heiningen macht in zehn Minuten alles klar

Im zweiten Durchgang dauerte es fünf Minuten bis zur ersten Torchance. Mike Tausch setze einen Schuss übers Tor – im Gegenzug landete ein Abschluss von Team Kübel in den Armen des Gastgebers (50.). Drei Minuten später probierten es die Schwarz-Gelben über den quirligen Gianluca D’onofrio – dessen Flanke verpasste Kevin Kromer am langen Pfosten ganz knapp. Nach gut einer Stunde setzte Benjamin Kern einen Schuss weit übers Tor. Dann mal wieder der VFL: Nach einem schnell ausgeführten Einwurf landete ein Schuss von Luka Kravoscanec beim Heininger Keeper, der den Ball im Nachfassen festhielt (61.). In der 70. Minute erzielten die Heininger die verdiente Führung: Nach einem Heininger Befreiungsschlag spielte Matthias Rebmann den Ball auf der linken Seite direkt in die Füße von Lennart Zaglauer, der allein auf Nagolds Keeper Müller zumarschierte. Auch der zurückgeeilte Elias Bürkle konnte durch seine versuchte Grätsche den Einschlag nicht mehr verhindern – 2:1 für die Gastgeber. Nur acht Minuten später war die Partie entschieden: Dominik Mäder chipte den Ball aus dem Mittelfeld auf Mike Tausch, der den Ball im zweiten Versuch versenkte.

Nagolds Müller pariert gegen Mader, Silic köpft vorbei

Doch die Gastgeber spielten trotz der 3:1-Führung weiter nach vorne; nur drei Minuten nach dem dritten Treffer scheiterte Benjamin Kern nach einem Doppelpass mit Dominik Marder an VfL-Keeper Matthias Müller (82.). Eine Minute später dann mal wieder die Nagolder mit einer Torchance, Matthias Rebmann scheiterte mit einem Schuss von halb rechts am Heininger Keeper. Dann nochmal Luka Silic, doch er köpfte eine Ecke von Tim Kübel knapp am linken Pfosten vorbei (86.). Das war die eigentlich letzte nennenswerte Chance in der Partie – die Nagolder Niederlage war besiegelt.

Reaktion gegen TSG Tübingen nötig

Betrachtet man die gesamten 90 Minuten, muss man neidlos anerkennen, dass der Heininger Sieg mehr als verdient war. Die Nagolder kamen oft nicht richtig in die Zweikämpfe und es viel der Redzepagic-Elf sehr schwer, den Ball mal länger in den eigenen Reihen zu halten. Die logische Folge aus fehlendem Ballbesitz waren dann die fehlenden Torchancen. All diese Dinge sollten im kommenden Heimspiel gegen Tübingen besser gemacht werden, damit wieder was Zählbares rausspringt.

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