Marc Feyerabend: "Das wird ein Abstiegs-Endspiel"

+++ Die Vorschau zum 20. Spieltag +++

Dürfte bis Sonntag fit werden: Max Mocanu

SSV Reutlingen - VfL Nagold (Sonntag, 13 Uhr)

Von Dennis Breisinger

Die A-Jugend-Fußballer des VfL Nagold würden nur zu gerne ein weiteres Jahr ihre Punkte in der Oberliga Baden-Württemberg sammeln, doch als aktueller Tabellenvorletzter sind die Aussichten auf den Klassenverbleib nicht die besten.

Am Sonntag fährt die Mannschaft von Trainer Marc Feyerabend zum Tabellenzehnten nach Reutlingen. Bei einer Niederlage wären die Nagolder wohl so gut wie abgestiegen. Nachdem der Abstieg der Stuttgarter Kickers aus der A-Junioren-Bundesliga Süd in die Oberliga Baden Württemberg feststeht, wird es drei Absteiger aus der Oberliga geben. Schlusslicht 1. CfR Pforzheim muss definitiv runter in die Verbandsstaffel. Aus dem Trio VfL Nagold, SSV Reutlingen (beide 15 Zähler) und FV Lörrach-Brombach (16) wird es zwei erwischen.

Aus der jüngsten 1:3-Niederlage beim SV Waldhof Mannheim hat Marc Feyer-abend durchaus Positives für die Partie gegen die Reutlinger mitgenommen. "Ich kann meiner Mannschaft nur wenig vorwerfen. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, doch leider hat uns das notwendige Quäntchen Glück gefehlt", blickt Marc Feyerabend auf den Auftritt gegen brandgefährliche Mannheimer zurück, gegen die die Nagolder zur Pause mit 1:0 vorne lagen. "In der ersten Hälfte waren wir richtig stark. So gut haben wir in der ganzen Saison noch nicht gespielt, in den zweiten 45 Minuten sind die Beine schwer geworden."

Nach der jüngsten 1:3-Niederlage gegen den VfR Aalen geht der SSV Reutlingen punktgleich aber einer um 19 Treffer besseren Torbilanz in dieses Abstiegsduell. Im Hinspiel am 11. November trennten sich beide Teams 1:1. In der er Runde des Verbandspokals am Tag der Deutschen Einheit gewann der SSV mit 6:3. In diesen beiden Duellen wurden die Reutlinger vom Nagolder Verbandsstaffel-Meistertrainer Max Bergemann-Gorski gecoacht, der seit Ende März nicht mehr Trainer der Reutlinger ist.

Unter seinem Nachfolger Albert Lennerth gab es für den aktuellen Tabellendrittletzten einen 7:1-Sieg gegen den FV Löchgau, eine 0:2-Niederlage gegen den SSV Ulm, eine 0:5-Pleit in Freiberg, einen 6:2-Erfolg gegen den FV Lörrach-Brombach sowie eine 1:3-Niederlage gegen den VfR Aalen. "Das wird ein Abstiegsendspiel. Beide Mannschaften wissen, um was es geht. Es wird zwar schwierig, Zählbares aus Reutlingen mitzunehmen, aber wenn wir Kampf, Leidenschaft und Wille an den Tag legen, denke ich, dass wir gute Karten haben", meint Marc Feyerabend.

Die Nagolder können voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. Max Mocanu, der zuletzt in Mannheim verletzungsbedingt gefehlt hat, wird höchstwahrscheinlich wieder mit dabei sein. Auch Lukas Götz, der gegen den SV Waldhof angeschlagen war und erst in der 57. Minute eingewechselt wurde, dürfte wieder ein Kandidat für die Startelf sein.

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