Kravoscanec bringt den VfL auf die Siegerstraße: 4:1-Erfolg gegen den VfL Mühlheim

+++ Die Nachlese zum 7. Spieltag +++

Heinrich Vegelin (links) und der VfL Nagold feierten gegen Mühlheim einen verdienten Sieg

VfL Nagold - VfL Mühlheim 4:1 (3:1)

Tore: 1:0 Rebmann (2.) 1:1 Heinrich Vegelin (12./ET) 2:1/3:1 Luka Kravoscanec (37./42.) 4:1 Burak Tastan (85.)

Von Dominik Veitinger

Es geht doch! Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen feierte der VfL Nagold am 7. Spieltag den vierten Saisonsieg. Gegen den VfL Mühlheim gewann das Team von Armin Redzepagic am Ende verdient mit 4:1. Nach einem Blitzstart musste man den unglücklichen Ausgleich hinnehmen, doch ein Doppelpack von Luka Kravoscanec stellte die Weichen auf Heimsieg! Mit nun 14 Punkten belegen die Nagolder den vierten Tabellenplatz.

Nach Sieglos-Serie: Fünf Veränderungen in der Startelf

Die Vorgabe war klar: Nach nur einem Remis aus drei Partien standen die Nagolder vor dem Heimspiel gegen Mühlheim unter Druck. Um sein Team wieder in erfolgreichere Bahnen zu lenken, nahm Cheftrainer Armin Redzepagic im Vergleich zur 1:3-Pleite in Zimmern gleich fünf Veränderungen vor: Sanyang kehrte vom Angriff wieder ins Tor zurück. Außerdem spielten für Marco Quiskamp (privat verhindert), Daniel Leding und Perparim Halimi (beide Bank) Luka Kravoscanec, Lysander Skoda und Elias Bürkle. Ebenfalls neu in der Startelf war Burak Tastan, dessen Rotsperre abgelaufen war. Skoda spielte in der Innenverteidigung neben Nicolai Brugger, Tastan gab den Linksverteidiger. Elias Bürkle, der nach langer Verletzungspause sein Startelfdebüt feierte, agierte als hängende Spitze, Luka Kravoscanec agierte in vorderster Front.

Blitzstart: Führung nach zwei Minuten, Unachtsamkeit führt zum Ausgleich

Die Partie im Nagolder Reinhold-Fleckenstein-Stadion war gerade einmal 120 Sekunden alt, da durften die gut 150 Zuschauer schon das erste Mal jubeln: Nach einer Balleroberung von Luka Kravscanec wurde dessen Ball auf links zu Dominik Pedro etwas zu ungenau. Pedro spielte zurück auf Burak Tastan, der sofort flankte – Matthias Rebmann stand komplett frei und hämmerte den Ball mit voller Wucht ins Netz – 1:0! Die Gäste spielten hohes Pressing und machten es Nagold so schwer, einen ordentlichen Spielaufbau herbeizuführen. In der 7. Minute spielte Bubacarr Sanyang gut mit, als er ein Zuspiel von Jonas Kirchner auf Maximilian Bell erahnte und den Ball ins Seitenaus klären. Dann wieder die Nagolder: Heinrich Vegelin eroberte im Mittelfeld den Ball und sah Elias Bürkle, der direkt nach links zu Kravoscanec, dessen Schuss vom linken Strafraumeck gerade noch zur Ecke geblockt wurde (9.) Nach 12 Minuten lag der Ball dann plötzlich im Tor von Bubacarr Sanyang. Doch was war passiert? Nachdem die Mühlheimer erneut gut zustellten passte Heinrich Vegelin den Ball zurück auf Sanyang, das Leder versprang und rollte ins Tor. In der Phase nach dem Ausgleich passierte nicht viel – Mühlheim stand gut geordnet und beim VfL scheiterte es meist am letzten Pass. Nach zwanzig Minuten landete ein langer Ball von Mühlheims Max Drössel fast punktgenau bei Jonas Kirchner, doch erneut war Nagolds Keeper Sanyang auf der Hut und konnte die Situation klären. Kurz darauf probierte es Drössel von der Mittellinie, da Sanyang zu weit vor seinem Kasten stand, doch sein Schuss ging weit übers Tor. (23.). Dann mal wieder der VfL: Gut 15 Meter vor dem Tor kam Kravoscanec aus zentraler Position an den Ball und sah den von rechts in den Strafraum stürmenden Heinrich Vegelin, der an den Ball kam und aus kurzer Distanz an VfL-Keeper Robin Staiger scheiterte. (26.).

Erst Rebmann, dann Pedro: Kravoscanec ist nach zwei Hereingaben zur Stelle

Dann dauerte es fast zehn Minuten, ehe die Zuschauer wieder was Nennenswertes zu sehen bekamen: Nach Zuspiel probierte es Maximilian Bell, doch sein Schuss ging links am Tor vorbei. Es lief die 37. Spielminute: Matthias Rebmann wurde von Niklas Schäuffele bedient und tunnelte auf der rechten Seite seinen Gegenspieler. Rebmann konnte ohne Bedrängnis flanken und fand in Luka Kravoscanec einen Abnehmer, der den Ball stoppte und im langen Eck versenkte! Und nur fünf Minuten später war „Kravo“ erneut zur Stelle: Niklas Schäuffele steckte den Ball auf links durch, wo Dominik Pedro direkt nach innen flankte, die Nummer 11 der Nagolder musste nur noch den Fuß hinhalten – 3:1! (42.) Und plötzlich hatte die Redzepagic-Elf so richtig Spaß: Nur zwei Minuten nach dem 3:1 segelte ein Schuss aus halblinker Position von Berk Özhan nur ganz knapp am linken Pfosten vorbei. So ging es mit einem 3:1 für die Gastgeber in die Kabinen.

Halbzeit zwei: Kravoscanec-Schuss vorbei, Bürkle verpasst das 4:1

Die erste echte Tormöglichkeit in Hälfte zwei hatten ebenfalls die Nagolder: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Schäuffele kam der Ball zu Dominik Pedro. Pedro lief nicht in Richtung Tor sondern passte auf Rebmann, der den besser postierten Kravoscanec sah. Dessen Schuss aus 17, 18 Metern segelte am linken Pfosten vorbei (48.) Dann die Gäste: Spielmacher Philipp Wolf verlagerte das Spiel aus dem Zentrum nach rechts zu Bell, der Burak Tastan stehen ließ. Doch sein Flankenversuch konnte Nicolai Brugger im letzten Moment noch zur Ecke bloggen. In der 52. Minute ließen die Nagolder mal wieder ihr Direktspiel aufblitzen: Abschlag Sanyang, Kravoscanec auf Rebmann, Rebmann steckte auf Elias Bürkle durch, dessen Schuss war am Ende jedoch zu schwach und kein Problem für den Gäste-Keeper.

Mühlheim verpasst Anschlusstreffer knapp, Burak Tastan setzt den Schlusspunkt

Nach 65 Minuten dann beinahe der Anschlusstreffer: Philipp Wolf spielte einen tollen Pass auf den durchgestarteten David Schmid, der auf den völlig freien Marc Bippus querlegte. Doch Bippus kam zum Glück nicht richtig hinter den Ball und beförderte ihn übers Tor. Nun passierte nicht mehr viel, Nagold verwaltete den Vorsprung mehr oder weniger. Zwei Freistöße von Dominik Pedro sprangen noch heraus, doch beide waren kein Problem für Mühlheims Nummer 1, Robin Staiger (75./80.). Doch ein Treffer sollte noch fallen! In der 85. Minute führte Pedro einen Freistoß auf links kurz auf Burak Tastan aus und hämmerte aus gut 25 Metern einfach mal drauf und versenkte den Ball im Tor! Das 5:1 verpasste Niklas Schäuffele nur knapp – sein Freistoß ging ganz knapp am linken Pfosten vorbei (88.)

Das war’s: Am Ende ein verdienter und vor allem wichtiger Heimsig für den VfL Nagold! Auch wenn es noch nicht gelungen ist, an die Leistungen aus den Partien gegen Holzhausen oder Rottenburg anzuknüpfen, war es allemal ein Schritt in die richtige Richtung. Am nächsten Wochenende haben unsere Jungs spielfrei, ehe am 3. Oktober das Pokalspiel beim Landesligisten TSV Pfedelbach (15 Uhr) ansteht.   

Zurück