Hält die Siegesserie auch in Trossingen stand?

+++ 15. Spieltag - Die Vorschau +++

Bubacarr Sanyang möchte seinen Kasten in Trossingen sauber halten.

Spvgg Trossingen - VfL Nagold (Sonntag, 15 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Der VfL Nagold grüßt von der Tabellenspitze. Nach dem 3:0- Erfolg gegen die Young Boys Reutlingen steht am Sonntag bereits das nächste schwere Auswärtsspiel auf den Plan. Das Team von Trainer Armin Redzepagic reist zum Aufsteiger nach Trossingen. Auch wenn die Nagolder klarer Favorit sind, darf man den kommenden Gegner keinesfalls unterschätzen- denn im letzten Heimspiel ließ das Team aus dem Kreis Rottweil mit einem Sieg gegen den SV Böblingen aufrauchen. Der VfL muss sich also auf ein hartes Stück Arbeit einstellen.

„In der ersten Halbzeit hatten wir schon mehr Spielanteile, aber die Reutlinger haben noch viele „zweite Bälle“ im Mittelfeld bekommen. In der zweiten Halbzeit waren wir dann deutlich besser und vor allem im Mittelfeld griffiger und haben am Ende in der Höhe verdient gewonnen! Mir hat besonders gut gefallen, dass wir bis zur letzten Sekunde durchgezogen haben.“ lautete das positive Fazit von Raphael Schaschko, der den an Grippe erkrankten Redzepagic am Samstag vertrat. Das Team spielte in der ersten Halbzeit bereits optisch überlegen, doch die großen Torchancen fehlten bzw konnten nicht verwertet werden. Kurz vor der Pause brachte Walter Vegelin seine Mannen nach Zuspiel von Niklas Schäuffele in Front. Mit diesem Vorsprung im Rücken ließ es sich im zweiten Durchgang deutlich einfacher spielen, sodass die Nagolder das Ergebnis in die Höhe schrauben konnten. Will man den Nagoldern  etwas ankreiden, dann ist es lediglich die Chancenverwertung- den hätte man die sich ergebenden Torchancen konsequent genutzt, hätte der Sieg durchaus noch deutlich höher ausfallen können. Doch das war am Ende egal - der Sieg war verdient und die Tabellenführung beträgt vor dem Spiel in Trossingen nun 4 Punkte.

Mit viel Rückenwind geht es also am Sonntag zum Aufsteiger. Auch dort ist die Redzepagic-Elf klarer Favorit, denn die Trossinger stehen auf Platz 13. Doch dies ist für den Nagolder Trainer kein Grund, um den kommenden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn er hat die Spielvereinigung am Sonntag in Ehningen beobachtet. „Die Trossinger haben in Ehningen ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass sie auch gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel mithalten können. Bis in die Nachspielzeit waren die Trossinger ebenbürtig und haben nach der großen verpassten Chance auf den Siegtreffer im Gegenzug noch das 1:2 kassiert und sind am Ende als Verlierer vom Platz gegangen. Die Trossinger haben eine robuste Mannschaft und spielen zudem zu Hause. Wir müssen die kommende Aufgabe mit voller Konzentration angehen, um was Zählbares mitzunehmen!“ warnt der Nagolder Trainer vor zu viel Überheblichkeit.

Was die Personallage angeht, haben die Nagolder vier schwerwiegende Ausfälle zu verkraften: Neben Lysander Skoda (Grippe) und Lukaa Kravoscanec (Knie) fallen nun auch die beiden Flügelflitzer Burak Tastern und Perparim Halimi aus. Alternativen für die Außenverteidigerposition von Halimi sind für Sonntag Fabian Mücke und David Weinhardt. Doch es gibt auch Licht am Ende des Tunnels: denn mit Dominik Pedro, Berk Özhan und Max Olivera sind drei zuletzt verletzte Stammspieler zurück auf dem Sprung ins Team. Fraglich ist noch der Einsatz von Marco Quiskamp, der noch er sich noch mit den Folgen eines Bänderrisses rumschleppt. Sollte Quiskamp ausfallen, könnte der junge Julian Stauch zu seinem zweiten Einsatz im Landesliga- Team kommen. Für Perparim Halimi ist unter anderem Kai Sieb eine Alternative für die Position im offensiven Mittelfeld Die Position im Sturm dürfte wohl vergeben sein, denn mit Walter Vegelin hat man in dieser Saison einen echten Torjäger in seinen Reihen. Und im defensiven Mittelfeld dürften Kapitän Niklas Schäuffele und Johannes Fleischle erste Wahl sein, die zuletzt gegen Reutlingen ein starkes Spiel machten -  Niklas Schäuffele glänzte dabei sogar als zweifacher Vorbereiter.

Bei den Gastgebern aus Trossingen stellt man sich auf ein „sehr schweres“ Spiel ein: „Wir spielen am Sonntag gegen die beste Mannschaft der Liga und haben natürlich Respekt vor dem VfL Nagold!“, so Spvgg-Coach Andreas Probst. Trotz der Rolle des Underdogs hat  man in Trossingen doch ein kleines Fünkchen Hoffnung gegen den Spitzenreiter was mitzunehmen: „Wir haben bereits gegen Ehningen gezeigt, dass wir gegen die Spitzenteams der Liga mithalten können. Genau das macht uns auch für Sonntag Mut.“ ergänzt Probst.

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