Gute Erinnerungen ans Hinspiel

+++ Die Vorschau zum 16. Spieltag +++

Nicolai Brugger (am Ball) kehrt am Samstag wieder in die Startelf zurück. Foto: Schwarzwälder Bote

VfL Nagold - VfL Sindelfingen (Samstag, 14 Uhr)

Von Dominik Veitinger

17 Punkte nach 15 Spielen, so lautet die Bilanz der Verbandsliga-Fußballer des VfL Nagold kurz vor der Winterpause. Doch bevor es in die gut dreimonatige Pause geht, steht am Samstag das Derby gegen VfL Sindelfingen auf dem Plan. Mit einem weiteren Heimsieg könnten die Nagolder mit einem positiven Gefühl in die Wintervorbereitung gehen.

Last-Minute-K.O gegen Rutesheim

„Wir könnten zehn Punkte mehr haben!“, lautete das etwas enttäuschende Fazit von VfL-Coach Armin Redzepagic nach dem 3:3- Unentschieden zu Hause gegen Rutesheim. In der Tat, seine Mannschaft zeigte über die gesamte Spielzeit eine ordentliche Leistung und drehte besonders in der zweiten Halbzeit auf. Luka Kravoscanec erzielte den Ausgleich, Youngster Elias Bürkle köpfte den VfL mit seinem fünften Saisontor mit 2:1 in Führung. Dann folgten die wohl turbulentesten 10 Minuten der Nagolder Fußballgeschichte: Der Tabellenführer glich in der 84. Minute aus, Matthias Rebmann erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit die 3:2-Führung für den Aufsteiger- vorbereitet hatte Torschütze Kravoscanec. Der Sieg schien fast in Nagolder Händen, doch diese Rechnung hatte die Redzepagic-Elf ohne den Ligaprimus, der in letzter Sekunde das 3:3 erzielte. Das achte Remis war perfekt, die Enttäuschung im Nagolder Lager selbstverständlich groß: „Das ist einfach nur bitter für die Jungs, sie haben so toll gekämpft!“, kommentierte Co-Trainer Marco Quiskamp den dramatischen Verlauf.

„Alle nochmals über die Grenze gehen“

Doch nun richtet man den Blick beim Tabellenzwölften wieder nach vorne, die Vorfreude auf das Derby ist groß: „Wir freuen uns riesig auf diese Partie, die hoffentlich genauso spannend wird, wie das Hinspiel!“, so Armin Redzepagic. Von seiner Mannschaft erwartet er am Samstag „dass alle nochmals über die Grenze gehen“. Die Gäste aus der Daimlerstadt erwartet er sehr spielstark, auch wenn die Sindelfinger am vergangenen Wochenende gegen Löchgau verloren haben: „Die Sindelfinger sind eine spielstarke Mannschaft und haben gerade einen Lauf! Die stehen zu recht in der oberen Tabellenhälfte.“

Personal: Brugger und Bühler kehren zurück

Was die personelle Lage für das erste Rückrundenspiel angeht, sieht es bei den Nagoldern vor dem brisanten Derby wieder etwas besser aus. Nicolai Brugger und Marc Bühler sind wieder an Bord, Brugger wird wieder in die Innenverteidigung neben Luka Silic zurückkehren. Gut möglich, dass Rebmann, der zuletzt Brugger in der Abwehr vertrat, wieder ins Mittelfeld zurückkehrt. Dadurch könnte Luka Kravoscanec vom Mittelfeld in die Spitze vorrücken und dort Kujtim Berisha ersetzen. Dominik Pedro dürfte mit seinem Offensivdrang auf der Position des linken Außenverteidigers gesetzt sein, auf der anderen Seite ist Marc Bühler wieder eine Alternative.

Trotz Niederlage gegen Löchgau: Sindelfingen in der Liga angekommen

Bei den Gästen aus Sindelfingen, die sich in ihrer zweiten Verbandsliga-Saison nach dem Aufstieg in der Liga etabliert haben, war die Enttäuschung nach der Niederlage gegen den FV Löchgau groß: „Wir haben sehr unglücklich verloren! In der zweiten Halbzeit haben wir auf ein Tor gespielt, aber der Löchgauer Torwart ist über sich hinausgewachsen.“, kommentierte VfL-Coach Maik Schütt die Pleite beim Aufsteiger. Am Samstag hat Schütt bis auf Ivo Colic alle Mann an Bord. Colic wurde gegen Löchgau rüde von den Beinen geholt, sein Einsatz ist mehr als fraglich. Wer auch immer für die Gäste auf dem Platz stehen wird, beim VfL Sindelfingen erwartet man auf dem doch relativ kleinen Nagolder Kunstrasenplatz eine „enge und spannende Partie“. Dass die Sindelfinger in der Liga mehr als angekommen sind, zeigt nicht nur die Tabelle: Neben den bisher geholten 24 Punkten hat Maik Schütt mit Oliver Glotzmann (10 Tore) und Armin Zukic (9 Tore), zwei echte Torjäger in seinen Reihen. Doch so stark die Offensive der Gäste auch ist, so zeigt man in der Defensive doch die ein oder andere Schwäche- mit 26 Gegentoren stellt man die siebtschwächste Defensive der Liga.

Redzepagic mit Sonderlob an die Fans

Beide Teams können also Tore schießen- eine gute Voraussetzung für ein spannendes Spiel. Armin Redzepagic setzt beim letzten Heimspiel im Jahr 2018 nochmal auf die Fans: „Ich hoffe, dass uns auch am Samstag viele Zuschauer unterstützen. Sie haben uns in den Heimspielen gegen Essingen und Ruteshiem brutal gepuscht, das macht mich sehr stolz!“. An die Sindelfinger hat man in Nagold übrigens gute Erinnerungen – im Hinspiel zum Saisonauftakt setzte man sich knapp aber durchaus verdient mit 3:2 durch! Ein Ergebnis, das man beim VfL Nagold sicher auch am Samstag akzeptieren würde.  

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