"Gegen Pforzheim müssen wir gewinnen"

+++ Die Vorschau zum 11. Spieltag +++

Die Nagolder A-Jugend hofft gegen Pforzheim auf ein Erfolgserlebnis. Foto: Schwarzwälder Bote

VfL Nagold - 1. CfR Pforzheim (Sonntag, 14 Uhr)

Von Dennis Breisinger

Im sechsten Saisonheimspiel treffen die U19-Fußballer des VfL Nagold als Tabellenzehnter der Oberliga Baden-Württemberg auf das aktuelle Schlusslicht 1. CfR Pforzheim.

Viel mehr Abstiegskampf geht fast nicht mehr. Vor dem letzten Spiel der ersten Halbrunde nimmt Aufsteiger VfL Nagold mit sechs Zählern aus zehn Partien den zehnten Tabellenplatz ein. Zwei Punkte weniger hat das Schlusslicht aus Pforzheim auf dem Konto. Zwischen den beiden Teams liegt der SSV Reutlingen, der momentan bei fünf Punkten steht.

Am Sonntag trifft die Mannschaft mit der bislang schwächsten Offensive aus Nagold, die erst sechs Treffer in dieser Spielzeit erzielte, auf das Team mit der schwächsten Hintermannschaft. Die Pforzheimer haben sich bereits 32 Gegentore eingefangen, ge-genüber stehen zehn erzielte Tore. Während die Pforzheimer bei der jüngsten 2:3-Niederlage gegen den VfR Aalen nach den hohen Pleiten gegen den SV Waldhof Mannheim (1:6), den SGV Freiberg (0:6) und den SV Sandhausen (1:7) stark aufsteigende Tendenz zeigten, erwiesen sich auch die Nagolder bei der 1:3-Niederlage im Aufsteigerduell mit der Spvgg Neckarelz über weite Strecken als durchaus adäquater Gegner.

Letzten Endes war es die völlig verschlafene Anfangsphase, die den Nagoldern die Niederlage bescherte. Bereits nach 14 Minuten lag der VfL mit 0:2 Toren im Hintertreffen und war auch eine weitere Viertelstunde lang nicht auf der Höhe.

 

"Die ersten 30 Minuten waren die schlechteste halbe Stunde, seitdem ich in Nagold Trainer bin", meinte VfL-Trainer Marc Feyerabend nach der Partie. Erst nach und nach hatte sich seine Mannschaft, berappelt, schöpfte nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Lucas Benjamin Perez kurz vor der Pause neuen Mut und legte im zweiten Durchgang sogar noch einmal eine deutliche Schippe drauf. Mehrere Torchancen wurden herausgespielt, die aber allesamt ungenutzt blieben. Stattdessen musste in der 69. Minute der dritte Gegentreffer hingenommen werden.

"Aufgrund unserer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte wäre für uns mehr drin gewesen. Anderseits hätten wir uns auch nicht beschweren dürfen, wenn wir zwischenzeitlich 0:3, 0:4 oder sogar 0:5 hinten gewesen wären", so Marc Feyerabend.

"Gegen Pforzheim müssen wir gewinnen", gibt der Nagolder A-Jugend-Trainer die Marschrichtung vor. Drei Aspekte könnten für den VfL Nagold sprechen. Wie schon in den meisten Spielen zuvor, sieht die Personallage gut aus. Voraussichtlich werden mit Ausnahme des dauerverletzten Konrad Sautter am Sonntag alle Mann an Bord sein.

Zum anderen geht die Partie im heimischen Reinhold-Fleckenstein-Stadion über die Bühne. Dort haben sich die Nagolder im bisherigen Saisonverlauf mit ansprechenden Leistungen präsentiert.

Während die Nagolder auswärts bislang leer ausgegangen sind und die Bilanz von 2:18 Toren Bände spricht, haben die VfL-Nachwuchsspieler zuhause immerhin schon fünf Zähler eingefahren. Auffallend ist, dass die Nagolder Hintermannschaft zuhause richtig gut steht und in den Spielen vor heimischer Kulisse erst fünf Gegentreffer hinnehmen mussten.

Das Problem liegt auch bei den Heimspielen in der Offensive. Lediglich vier Treffer wurden in fünf Spielen erzielt.

Die A-Jugendlichen des 1. CfR Pforzheim haben ebenso wie der VfL Nagold auswärts bislang noch keinen Punkt gewonnen. Die Bilanz der Auswärtstore ist mit 2:18 identisch mit der des VfL.

Natürlich setzt Marc Feyer-abend im Spiel am Sonntagnachmittag auch auf die Fans, die seine Mannschaft in den vergangenen Wochen immer gut unterstützt haben.

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