Duell der Unentschieden-Könige in Dorfmerkingen

+++ Die Vorschau zum 26. Spieltag +++

Auf Bubacarr Sanyang wird am Samstag viel Arbeit zukommen.

SF Dorfmerkingen - VfL Nagold (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Albert M. Kraushaar

Fußballexperten sind überzeugt, viele Ergebnisse auf den Spielfeldern werden im Kopf entschieden. „Körpersprache“ ist einebeleibte Bezeichnung, an ihr lässt sich Motivation und Wille ablesen. „Dagegen
halten“ oder „Spielaufbau stören“ sind weitere Kriterien die Armin Redzepagic zum Auswärtsspiel beim Tabellenführer Spfr Dorfmerkingen ins Feld führt. „Die Aufgabe hat etwas spannendes – alle gehen doch von einer Niederlage für uns aus, also ran an den Speck“ so der VfL Coach. Dabei steht das Ergebnis im Grunde schon fest. Ein Blick auf die Tabelle genügt, um zu erkennen, dass bei diesem Vergleich eigentlich nur eine Punkteteilung herauskommen kann. Wie schon im Hinspiel,als sich beide Teams nach Toren von Timo Zimmer und Matthias Rebmann auf den Nagolder Kunstrasen 1:1 Unentschieden getrennt hatten.

Der bis jetzt noch ungeschlagene Tabellenführer hat deren elf, der aktuelle Inhaber des Relegationsplatz,
der VfL Nagold, deren zwölf. Damit sind die „Digels“ mit großem Vorsprung auf die SKV
Rutesheim und den VfB Neckarrems (je acht) Rekordhalter in der Verbandsligarunde 2018/
19. Aber, die Unentschieden bringen den Aufsteiger nicht richtig vom Fleck. Dennoch
würde der VfL Coach am Samstag einUnentschieden sofort unterschreiben. „Wir sind nicht so vermessen und sagen wir fahren da hin und spielen die her, aber wir haben bis jetzt gegen Spitzenmannschaften immer gut
mitgespielt und noch nirgends eine Packung kassiert“ erklärte Armin Redzepagic. Der muss weiter auf seine Leistungsträger wie Pascal Reinhardt und Raphael Schascko warten, darüber hinaus „bereichern“ Luka Silic, Dominik Pedro und Christoph Hollnberger die Verletztenliste. Elias Bürkle kann wegen Studium nicht voll mittrainieren,
Matthias Rebmann fehlt in Dorfmerkingen studienbedingt. Gegen den FSV Hollenbach hatten mit Lucas Benjamin Perez, Patrick Roebner, Lukas Götz und Adrian Jungebloede gleich vier A Jugendliche auf der Bank Platz genommen. Von dem Quartett kam Lucas Perez nach 69. Minuten für Fabian Mücke zu seinem Verbandsligadebüt.
Riesenfreude auch bei Innenverteidiger Nicolai Brugger über das erste Saisontor – und dann gleich so ein wichtiges. Brugger und sein Abwehrkollege Valentin Asch waren in den letzten Minuten des Spiels gegen den FSV nur noch vorne zu finden, zumal deren Trainer Martin Kleinschrodt seinen Torjäger Fabian Czeker zu diesem Zeitpunkt schon aus
dem Spiel genommen hatte. Am Samstag dürfte sich das ändern. Da stehen den beiden Abwehrrecken mit Daniel Nietzer (14) und Timo Zimmer (12) zwei Stürmer gegenüber die zusammen nur acht Tore weniger erzielthaben, als der ganze VfL Nagold zusammen.

Im Hinspiel waren sich Armin Redzepagic und sein Trainerkollege, der ex Profi Helmut Dietterle, einig, „Das heutige Spiel hätte jeder für sich entscheiden können“. Aus Nagolder Sicht wäre es sicherlich schön,wenn dieser Eindruck auch auf den kommenden Samstag zutreffen würde.

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