+++ Die Vorschau zum 5. Spieltag

VfL Nagold fährt zum Derby nach Tübingen

Kapitän Matthias Rebmann ist am Samstag wieder an Bord.

TSG Tübingen - VfL Nagold (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Drei Remis hintereinander und drei Mal waren die Torchancen da, um den zweiten Saisonsieg perfekt zu machen: Der VfL Nagold ist als Aufsteiger zwar immer noch ungeschlagen, ganz glücklich ist man darüber jedoch nicht-schließlich wartet man sehnsüchtig auf den zweiten „Dreier“. Die nächste Chance dazu gibt es am Samstag, dann steht das Derby bei der TSG Tübingen an! Doch im Nagolder Lager ist man sich bewusst, dass die Aufgabe in der Unistadt keinesfalls leicht wird.

Möglicher Sieg gegen Heiningen verpasst

„Ich hätte gerne drei davon gehabt!“, antwortete VfL-Trainer Armin Redzepagic auf die Frage, ob er mit dem Punkt gegen den FC Heiningen zufrieden sei. Sein Team bestimmte die Anfangsphase und hatte durch Luka Kravoscanec die größte Chance zur Führung. Nach gut zwanzig Minuten kam der Tabellenführer dann besser ins Spiel, die Nagolder hatten jedoch in Torhüter Matthias Müller einen sicheren Rückhalt. Im zweiten Durchgang kam dir Redzepagic-Elf dann zu mehr Chancen, doch sowohl das Außennetz sowie der Innenpfosten verhinderten den zweiten Nagolder Saisonsieg. Positiv war jedoch, dass durch die Einwechslungen von Elias Bürkle und Chris Wolfer frischer Wind ins Nagolder Offensivspiel kam, was einmal mehr die Stärke des gesamten Kaders zeigt.

Redzepagic warnt vor Tübingen

Nun will der Tabellenachte im dritten Anlauf endlich die Punkte sieben, acht und neun einfahren. Doch die TSG Tübingen ist kein einfacher Gegner: „Tübingen ist eine Wundertüte. Die haben gegen Calcio Echterdingen gewonnen und dann aber gegen die Aufsteiger Löchgau und Heiningen verloren! Das ist aber trotzdem eine Mannschaft, die immer für ein Tor gut ist.“, warnt Armin Redzepagic vor dem kommenden Gegner, der letztes Jahr souverän die Klasse halten konnte. Von seinem Team erwartet er, dass es an die zweite Halbzeit aus dem Heiningen-Spiel anknüpft und aus den sich ergebenden Chancen auch endlich mal Tore erzielt.

Kravoscanec fehlt – Rebmann wieder an Bord

Fehlen werden am Samstag Luka Kravoscanec (privat) und Lysander Skoda, der für den Rest der Vorrunde ausfällt. Wieder an Bord ist hingegen Urlauber und Kapitän Matthias Rebmann- ob er allerdings von Beginn an spielt ist noch offen. Der endgültige Kader steht am Donnerstag, die Startelf wird dann wie immer kurz vor Spielbeginn bekanntgegeben. „Wir werden auf jeden Fall wieder rotieren!“, gibt Co-Trainer Marco Quiskamp einen kleinen Einblick. Ziel wird es sein, wenige Chancen des Gegners zuzulassen und bei Ballgewinn schnell umzuschalten, um den direkten Weg zum Tor zu finden.

TSG-Coach Frick erwartet spielstarke Nagolder – Lazarett lichtet sich

Bei der TSG Tübingen ist man nach fünf Partien ebenfalls nicht ganz glücklich, denn mit drei Punkten belegt der letztjährige Aufsteiger derzeit einen Abstiegsplatz. „Wir haben zwar knapp aber verdient verloren, weil wir zu lange zu passiv gespielt haben!“, kommentierte TSG-Coach Michael Frick die 2:3-Niederlage beim Aufsteiger FV Löchgau. Nun erwartet er gegen den VfL Nagold eine Leistungssteigerung und hofft, dass sein Team nach vier Niederlagen in Folge am Samstag endlich wieder punktet. „Ich erwarte einen sehr spielstarken VfL Nagold, sodass sich meine Mannschaft vor allem im kämpferischen  Bereich steigern muss!“, so Frick, der ein spannendes und temporeiches Derby erwartet. Personell sieht es langsam aber sicher besser aus: Drei angeschlagene Spieler steigen wieder ins Training ein, ob es für Samstag reicht ist jedoch offen. Dennoch fallen mit Jonas Frey, Pirmin Glück und Magnus Hass drei wichtige Stützen für längere Zeit aus. Wie auch immer: Die Tübinger werden alles daran setzen, um den zweiten Sieg einzufahren.

Nagolder wollen Rechnung begleichen

Zwei spielstarke Teams, die beide den zweiten Saisonerfolg einfahren möchten. Die Zuschauer dürfen sich also auf ein spannendes Spiel freuen. Der VfL Nagold hat zudem noch eine kleine Rechnung mit den Tübingern offen: Im vergangenen Jahr schlug die TSG den VfL in der zweiten Pokalrunde mit 2:1 nach Verlängerung. Das soll am Wochenende natürlich anders aussehen.

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