Der Marathon geht weiter: Jetzt kommt der VfL Mühlheim

+++ Die Vorschau zum 7. Spieltag +++

Nicolai Brugger (blaues Trikot) und der VfL Nagold wollen nach zwei Niederlagen wieder zurück in die Erfolgsspur.

VfL Nagold - VfL Mühlheim (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Keine Verschnaufpause für die Landesliga-Kicker des VfL Nagold: Nur drei Tage nach dem Nachholspiel beim SV Zimmern wartet mit dem Heimspiel gegen den VfL Mühlheim die nächste schwere Aufgabe auf die Jungs von Armin Redzepagic. Ziel ist dennoch, auch im vierten Heimspiel der Saison ungeschlagen zu bleiben und weiter den Anschluss ans obere Tabellendrittel nicht zu verlieren.

Schwache Zweikampfquote, zu viele Fehler: 1:3-Niederlage in Zimmern

„Wir haben es nach dem 1:1 nicht geschafft nachzulegen!“, lautete das Fazit von Nagolds Co-Trainer Pascal Reinhardt nach der verdienten 1:3-Pleite beim SV Zimmern am Mittwoch – es war bereits die zweite in Folge. Geplagt von zahlreichen Ausfällen leisteten sich die Nagolder zu viele einfache Fehler. So brachte Luca Barroi den SVZ mit 0:1 in Führung, kurz vor der Pause verhinderte Keeper Matthias Müller mit einer tollen Parade gegen Christian Braun sogar das 0:2. Im zweiten Durchgang konnte Daniel Leding nach Vorarbeit von Marco Quiskamp ausgleichen und die Hoffnung auf einen Punktgewinn lebte wieder. Doch Zimmern, das über die gesamte Partie eine bessere Zweikampfquote aufzuweisen hatte agierte nach vorne zielstrebiger und machte die Partie nach Treffern von Lars Czerwonka und Kevin Müüller, der den Ball aus 25 Metern ins Tor hämmerte, perfekt. „Die Enttäuschung ist schon da. Aber wenn man ehrlich ist, haben wir heute gegen einen starken Gegner verloren, mit dem wir aufgrund unserer personellen Situation einfach nicht mithalten konnten!“, musste auch Nagolds Sportchef Ulrich Hamann die Niederlage neidlos anerkennen.

Der Gegner ist eine Unbekannte  

Armin Redzepagic kennt den kommenden Gegner kaum, schließlich ist es das erste Duell gegen den VfL Mühlheim in seiner Trainerkarriere. Doch aus der ein oder anderen Beobachtung des Gegners konnte er ein paar Schlüsse ziehen und weiß genau, was auf sein Team zukommt: „Mühlheim hat eine sehr gute erste Landesliga-Saison gespielt und hat eine sehr homogene Truppe. Zudem ist das Team sehr kampfstark und gibt nie auf!“, warnt der 40-jährige schon jetzt vor zu viel Nachlässigkeit bei einer etwaigen Führung. Einen Spieler müssen die Nagolder besonders im Auge haben: Maximilian Bell. Der Angreifer erzielte in der letzten Saison 20 Treffer und auch in der laufenden Saison traf der 23-jährige in fünf Spielen bereits zwei Mal. Wichtig wird es also sein, den Kampf von der ersten Minute an anzunehmen und zu versuchen, das Spiel schnell unter Kontrolle zu bekommen!

Lazarett lichtet sich langsam: Tastan und Skoda kehren nach Sperren zurück, Bürkle und Quiskamp auf gutem Weg

Was die personelle Situation angeht, geht es ganz langsam Berg auf: Neben Luka Kravoscanec, der am Mittwoch noch beruflich fehlte, sind auch Burak Tastan nach seiner abgelaufenen Rot-Sperre und Lysander Skoda (nach gelb/rot in Gärtringen) wieder Alternativen. Zudem feierten Marco Quiskamp und Elias Bürkle in Gärtringen wieder Kurzeinsätze – Quiskamp stand am Mittwoch in Zimmern sogar in der Startelf. Gut möglich also, dass Redzepagic ein paar Veränderungen in der Startelf vornimmt: So könnte Burak Tastan wieder in die Viererkette zurückkehren und den zuletzt sehr starken Perparim Halimi verdrängen. Ebenso denkbar, dass Luka Kravoscanec von der Außenbahn ins Sturmzentrum neben Bubacarr Sanyang rückt rückt und seine Position von Heinrich Vegelin übernommen wird. Für Vegelin würde dann Marco Quiskamp ins defensive Mittelfeld rücken. Die Innenverteidigung werden wohl wieder Nicolai Brugger und Matthias Rebmann bilden, auf den linken Außenverteidiger wird wohl Dominik Pedro geben. Fakt ist, die Nagolder sind zwar noch nicht komplett, doch das Lazarett lichtet sich langsam. Bis zum Heimspiel am 6. Oktober gegen den SV Nehren sollten nach Stand der Dinge dann bis auf Pascal Reinhardt alle an Bord sein.

VfL Mühlheim will an Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen

Die Gäste aus Mühlheim treten die Reise nach Nagold mit gemischten Gefühlen an. Nach sieben Spielen hat das Team von Maik Schutzbach sieben Punkte auf dem Konto und steht nur knapp über dem Strich – eine ausbaufähige Bilanz: „Wie jede Mannschaft hatten wir sowohl in der Vorbereitung  und in der ersten Saisonphase viele Urlauber und Verletzte! Zudem haben andere Umstände dazu geführt, dass wir nicht so gut gestartet sind, wie erhofft!“, so Schutzbach. Der 33-jährige will mit seinem Team nun Stück für Stück wieder an das Leistungsniveau aus der vergangenen Saison herankommen, dort belegte man am Ende einen tollen 7. Platz. Gegen Seedorf am vergangen Wochenende klappte das nur in Teilen, am Ende musste man sich mit einem 3:3 begnügen. „Vom Spielverlauf her ist es eher ein enttäuschendes Remis. Wir hatten viel Ballbesitz und eine gute Spielkontrolle, haben aber die Gegentore zu einem blöden Zeitpunkt bekommen!“, so der VfL-Coach. Was die Partie am Samstag angeht, sieht Schutzbach die Rollen klar verteilt: „Nagold ist als Verbandsliga-Absteiger der klare Favorit. Wir brauchen einen sehr guten Tag, um in Nagold punkten zu können!“, stapelt der Ex-Profi tief.

An dieser Stelle heißen wir schon heute unsere Gäste mit ihren Anhängern herzlich Willkommen in Nagold. Ein herzlicher Gruß gilt ebenso dem Schiedsrichtergespann von der Schiedsrichtergruppe Vaihingen. Geleitet wird die Partie von Tobias Lochmüller, seine beiden Assistenten sind Stefan Schweizer und Lorenz Lindner. Wir wünschen den beiden Teams und unseren Zuschauern eine spannende und jederzeit faire Partie!

Zurück