Das Pokal-Derby unter etwas anderen Vorzeichen

"Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen"

Michi Nebert und der VfL Nagold II wollen am Sonntag ins Pokal-Halbfinale einziehen

Pokal-Viertelfinale: SV Pfrondorf/Mindersbach - VfL Nagold II (Sonntag, 17 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Während die Saison in den Bezirks – und Kreisligen wohl erst am letzten August-Wochenende startet, wird der Bezirkspokal bereits am 19. Juli mit dem Viertelfinale fortgesetzt! Dabei kommt es im Viertelfinale zu einem echten Pokal-Hit: Der VfL Nagold II ist zu Gast beim A-Ligisten SV Pfrondorf-Mindersbach – seit einigen Jahren kommt es im Bezirkspokal also mal wieder zu einem echten Derby!

So langsam geht es also wieder los: Seit gut zwei Wochen ist auch der VfL Nagold II wieder ins Training eingestiegen und bereitet sich seitdem intensiv auf das anstehende Pokalspiel vor. „Wir trainieren seit gut 14 Tagen hart, intensiv und effektiv um am 19. Juli so fit wie möglich zu sein!“, stellt Nagolds U23-Coach Mario Kovacevic klar, dass man nichts dem Zufall überlassen will. Doch trotz aller erschwerten Umstände ist die Favoritenrolle auf dem Papier klar verteilt und liegt ganz klar bei den Nagoldern: „Natürlich fahren wir nach Mindersbach um ins Halbfinale einzuziehen! Wir sind in der Favoritenrolle und werden versuchen, diese auch zu erfüllen! Wir dürfen und werden den Gegner aber nicht unterschätzen und müssen eine Topleistung abliefern, um bestehen zu können, denn wir haben schon beim Hallenturnier gesehen, das die Pfrondorfer eine technisch versierte Mannschaft haben. Sie werden sicher alles versuchen, um die Sensation zu schaffen!“, ergänzt Kovacevics rechte Hand Martin Roebner.

Was die Personalsituation angeht, gibt es im Kader der U23 ein paar Veränderungen: Nach nur einer Spielzeit haben Yasin Üstün (nach Althengstett) und Salih Uzun (zum Türk SV Herrenberg) den Verein wieder verlassen. Ebenfalls nicht mehr das VfL-Trikot trägt Deniz Bas, er wechselt zur kommenden Saison zum Bezirksligisten VfL Herrenberg. Einziger externer Neuzugang ist Ivan Pinjusic, der Spielmacher fand den Weg vom SV Althengstett an die Nagold. Aus den eigenen Reihen gehören ab Juli Marc Rück aus der U19 sowie Justin Nebert; Perparim Halimi und Angreifer Daniel Leding fest zum Kader. Was die Aufstellung für das Derby angeht, lässt sich VfL-Coach sich nur ein klein wenig in die Karten blicken: „Natürlich werden vorrangig die Spieler spielen, die auch den Weg ins Viertelfinale geschafft haben! Genauso wichtig ist aber auch eine gute Ersatzbank und die haben wir mit diesem Kader definitiv!“

Beim Gegner aus Mindersbach freut man sich ebenfalls schon auf das Pokalspiel gegen den direkten Nachbarn. Die „Gelb-Schwarzen“ wollen solange wie möglich mithalten und hoffen darauf so lange wie möglich die Null halten zu können: „Wir erwarten eine neue und verstärkte VFL- Mannschaft,die wie gewohnt sicheres Passspiel und Tempofußball spielt. Der Druck liegt ganz klar beim VfL!
Wir sind ein A-Ligist.  Wenn wir gehen gewinnen freuen wir uns riesig.
Aber wenn nicht, ist es keine Schande gegen einen verstärkten Bezirksligisten zu verlieren.“, schiebt auch Pfrondorfs Trainer Matthias Roth die Favoritenrolle ganz klar in Richtung Nagold.

Was dem Derby definitiv fehlen wird, ist die große Zuschauerkulisse, den nach der neuen Corona-Verordnung des WFV dürfen bis 31.07.2020 nur 100 Zuschauer vor Ort sein! Das dürfte der Spannung jedoch keinen Abbruch tun.

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