Darf der VfL Nagold feiern – oder geht’s in die Verlängerung?

+++ Die Vorschau zum 30. Spieltag +++

Jubeln will der VfL Nagold auch nach dem Spiel am Samstag - und zwar über den Klassenerhalt!

SKV Rutesheim - VfL Nagold (Samstag, 15:30 Uhr)

Von Dominik Veitinger

Die Verbandsliga-Saison geht in die letzte Runde und die Spannung steigt – nicht zuletzt bei den Kickern und Fans des VfL Nagold. Für den Aufsteiger geht es im letzten Saisonspiel bei der SKV Rutesheim um den Klassenerhalt! Im schlechtesten Fall kann das Team von Trainer Armin Redzepagic wieder auf den Relegationsplatz abrutschen – und müsste in die Verlängerung. Auch für den Gastgeber aus Rutesheim geht es um sehr viel – ist für das Team von Rolf Kramer von der Meisterschaft bis hin zu Platz drei alles möglich. Fakt ist: Es darf eine Partie erwartet werden, in der keines der beiden Teams lange taktieren wird.

Wichtiger Heimsieg gegen Laupheim

„Es war sicher nicht unser bestes Spiel aber wir nehmen die Punkte natürlich gerne mit!“. Atmete Redzepagic nach dem wichtigen Heimsieg gegen Laupheim tief durch. Ohne Pascal Reinhardt und Lysander Skoda tat sich der VfL Nagold im Spiel nach vorne sehr schwer, die Gäste erwischten die bessere Anfangsphase. Nach fast einer halben Stunde erzielte Youngster Elias Bürkle mit einem tollen Flachschuss das 1:0. Nagolds Defensive um Valentin Asch und Luka Silic stand in Durchgang eins recht stabil und ließ kam etwas zu. In Hälfte zwei witterten die Gäste dann ihre Chance und drückten auf den Ausgleich. Bis zur 65. Minute konnten die Nagolder diesen verhindern, dann köpfte Julian Haug nach einem Eckball freistehend ein! Nagolder Schockstarre? Fehlanzeige! Denn nur zwei Minuten später stand Christoph Ormos nach einer Hereingabe von Chris Wolfer in der Mitte goldrichtig und netzte zur erneuten Führung ein. In der Schlussphase schwammen die Gastgeber ordentlich und konnten sich beim Unvermögen des Gegners und beim starken Keeper Matthias Müller bedanken, dass es am Ende nicht 2:2 stand. Doch am Ende war‘s auf dem Gündringer Sportplatz (fast) allen egal, wie die drei Punkte zustande kamen!

Redzepagic: Werden noch einmal alles reinhauen

„Ich finde es super, dass wir auf niemand anderen angewiesen sind!“, gibt sich Redzepagic vor dem Saisonfinale optimistisch. Dennoch ist sich der 40-jährige bewusst, dass sein Team alles abrufen muss, um in Ruteshiem was Zählbares mitnehmen zu können. Aber er weiß zudem auch, dass sein Team nicht chancenlos zum Tabellenzweiten fährt: „Wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir gegen Spitzenteams mithalten können. Wir werden auch am Samstag nochmal alles raushauen und schauen ob es reicht!“. Optimistisch stimmt den Nagolder Übungsleiter zudem, dass sein Team sechs Spiele in Folge nicht verloren hat.

Wolfer gesperrt, dafür einige U19-Spieler im Kader

Was die personelle Situation angeht, sieht es in Nagold besser aus, als zunächst befürchtet: Zwar fehlen mit Lysander Skoda und Pascal Reinhardt sowie Chris Wolfer, der gegen Laupheim gelb/rot sah, drei wichtige Akteure. Doch Kapitän Matthias Rebmann und Angreifer Luka Kravoscanec haben ihre privaten Termine abgesagt und werden am Samstag bei der Mannschaft sein. Bis auf Chris Wolfer dürfte es also wohl kaum Veränderungen in der Startelf geben. Was die Breite des Kaders betrifft, hat Redzepagic zum Abschluss ein ihm wohl weniger bekanntes Luxusproblem: So stehen ihm mit Kujtim Berisha, sowie einigen Spielern aus der U19 gleich mehrere Auswechselspieler zur Verfügung. Möglich ist auch, dass Marc Bühler und/oder Fabian Mücke in ihrem letzten Spiel für die Nagolder nochmals zum Einsatz kommen. Doch wer letztendlich von Beginn an spielt, wird sich wie immer erst nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Ruteshiem will „überragende Saison“ krönen

Während man in Nagold mit einem Sieg auf den direkten Klassenerhalt hofft, hat man in Rutesheim ganz andere „Sorgen“. Die Kicker aus dem Raum Leonberg, die in der vergangenen Saison gerade so dem Abstieg in die Landesliga entkommen sind, können bei optimalem Verlauf sogar noch die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga feiern. „Wir haben nichts mehr zu verlieren und freuen uns riesig auf diesen Tag!“, so SKV-Coach Rolf Kramer. Personell sind alle Mann an Bord, es gibt zwar einige Akteure mit leichten Blessuren, diese dürften laut Kramer aber „am Samstag keine Rolle spielen. Der 38-jährige erwartet ein enges Saisonfinale: „Wir wissen vom Hinspiel, wie stark Nagold ist. Das wird ein sehr schweres und enges Match, indem Kleinigkeiten entscheiden werden.“ Wie auch immer es am Ende ausgeht, mit Platz drei, den man im schlechtesten Fall erreichen kann, ist man bei der SKV voll zufrieden, auch wenn dann sicherlich mehr drin gewesen wäre. „Wir können nur noch gewinnen, wir haben so oder so eine grandiose Saison gespielt.“, hat Kramer für sein Team viel Lob übrig.

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